Und keiner weiß warum...
Leukämietod in der Elbmarsch. Ein Film von Barbara Dickmann und Angelica Fell. Ein Film des ZDF, 33min
Von 1990 bis 2006 sind in der Elbmarsch 16 Kinder an Leukämie erkrankt. Vier von ihnen sind bereits gestorben. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine solche Häufung von Leukämie-Erkrankungen. Experten haben den Verdacht, radioaktive Strahlung könnte die Krankheit verursacht haben. Tatsächlich gab es einige Jahre vor den ersten Erkrankungen einen Zwischenfall in der Region:
Am 12. September 1986 wurde im Atomkraftwerk Krümmel eine alarmierend hohe Radioaktivität gemessen. Jahrelang forschen Wissenschaftler im Auftrag der Landesregierungen Niedersachsen und Schleswig-Holstein nach den Gründen für die Leukämie-Serie. Doch was damals in der Elbmarsch geschehen ist und ob es einen Zusammenhang mit den Leukämie-Erkrankungen gibt, konnte bis heute nicht geklärt werden.
Die Wissenschaftler fühlten sich bei ihrer Suche nach möglichen Ursachen behindert. Kurz nachdem einige von ihnen im November 2004 aus Protest ihre Arbeit niederlegten, wurde die Akte Elbmarsch geschlossen. Barbara Dickmann und Angelica Fell zeichnen die Ereignisse in der Elbmarsch nach, untersuchen die vielen Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten bei den Untersuchungen und fragen, ob die Akte Elbmarsch nicht doch noch einmal geöffnet werden muss.
weitere Informationen:
http://www.castor.de/presse/sonst/2006/zdf02april.html
dieser Film zeigt sehr anschaulich, dass der Kampf gegen Atomkraft a) absolut notwendig ist und b) noch lange nicht ausgefochten ist. Erst wenn die Menschen weltweit ohne Angst vor atomaren Gefahren leben können, alle Kraftwerke und Nuklearforschungseinrichtungen verschwunden und sämtlicher Atommüll für Jahrtausende sicher gelagert ist, können wir diesen Kampf erfolgreich beenden.
datKoelbsche 6 months ago