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Auswärtsniederlage im Tempel Abstieg besiegelt
Die Nord in LilaWer heute nicht in Nürnberg war und stattdessen das Westfalenstadion aufgesucht hatte, bekam die einmalige Gelegenheit, ein Auswärtsspiel von Borussia Dortmund im eigenen Tempel zu erleben. Das Spiel der Amateure gegen Osnabrück ging mal wieder nach einer Führung durch ein spätes Gegentor verloren und nur Fantasten können nun noch Hoffnung auf den Klassenerhalt haben. Zum Auswärtsspiel wurde die Partie durch die effektivste Kollektivstrafe des DFB für die Anhänger von Reserveteams: Die verfluchte Parallelansetzung.
Was ein echtes Highlight dieser Saison für die Fans der BVB Amateure hätte werden können, wurde ihnen ohne nachvollziehbaren Grund geklaut. Knapp 8.000 Niedersachsen hatten sich in die Westfalenmetropole aufgemacht und tauchten die Nordtribüne in ein unschönes Lila. Der VfL steht kurz vor der Rückkehr in die Zweite Liga und gutes Wetter und die relativ kurze Anreise taten ein Übriges, um die Reiselust zu wecken.
Leider hatte man beim DFB mal wieder alles dafür getan, um ein Fußballspiel in einem würdigen Rahmen zu verhindern. Das Saisonspiel der Amateure mit dem zahlenkräftigsten Gästebesuch fand weitgehend ohne Heimanhang statt. Die Südtribüne war nicht einmal geöffnet, so dass sich der kleine Haufen Dortmund Supporter auch noch im eigenen Stadion auf der Gegengeraden verstecken musste. Dort stand für jeden Anwesenden ein persönlicher Ansprechpartner in Grün bereit, so dass jede Lebensgefahr im Keim erstickt wurde. Schön, dass man sich beim Fußball heutzutage so sicher fühlen darf. Die leere Gelbe Wand bot einen gespenstischen Anblick. Auch die Westtribüne war komplett verwaist. Auf der Ost ging das Sicherheitskonzept hingegen nicht auf und die Fangruppen konnten nicht getrennt werden. Zwischenfälle wurden allerdings nicht bekannt. Fans beider Lager saßen relativ unbewacht, aber komischerweise trotzdem friedlich nebeneinander. Das ist gerade nochmal gut gegangen. Man sollte aber unbedingt über eine Aufstockung der Einsatzkräfte in diesem Bereich nachdenken. Denn absolute Sicherheit geht vor. Osnabrück machte zu Beginn ordentlich Rabatz. Auch der Oberrang und die Seiten der Nord zogen anfangs gut mit. Mangels Gegenwehr machten die Gäste einen lauten Eindruck, den der Hall im leeren Gemäuer weiter verstärkte. Dieses Niveau hielt man aber nicht das ganze Spiel über durch.
Fazit
Versteckt auf der WesttribüneDer Abstieg ist nun endgültig besiegelt. Der Trainer klammerte sich zwar noch an die vage Hoffnung auf den 18. Platz und einen eventuellen Verzicht von Koblenz, aber selbst der dürfte schwer zu erreichen sein, bei einem Punkt Rückstand auf den WSV, der Dienstag noch ein Nachholspiel hat. Den Amateuren bleibt nur noch, sich Freitag gegen Regensburg ordentlich von ihren Fans zu verabschieden, denn das Spiel in Kiel läuft ja mal wieder parallel zu den Profis.
Diese Wettbewerbsverzerrung in einer Liga mit Reserveteams hat allein der DFB zu vertreten. Dagegen sollte der Protest sich richten und nicht gegen die Möglichkeit, Talenten in der Dritten Liga Wettkampfhärte beizubringen. Leider haben unsere Amateure eben diese zu oft vermissen lassen. Daher darf man sich auch nicht beschweren, wenn man nächste Saison in der Regionalliga antreten muss. Auch wenn viele Spiele unglücklich verlaufen sind, hat es letztlich nicht für die Dritte Liga gereicht. In der nächsten Saison wird die Mannschaft ein anderes Gesicht haben, denn viele Leistungsträger werden den BVB verlassen. Man darf gespannt sein, wie sich die runderneuerte Reserve in der nächsten Saison eine Klasse tiefer schlägt.
Statistik
BVB Amateure: Höttecke - Hille, Sobiech, Hünemeier, Vrzogic - Koch, Nottbeck (76. Kullmann) - Boztepe (60. Piossek), Tyrala, Öztekin Ginczek, Trainer: Schneider
VfL Osnabrück: Berbig, Tauer, Nickenig, Bencik (68. Schmidt), Lindemann, Heidrich (75. Lejan), Schnetzler, Siegert, Kotuljac, Barletta, Hansen (70. Pinheiro), Trainer Baumann
Tore: 1:0 Tyrala (33.), 1:1 Kotuljac (40.), 1:2 Pinheiro (78.)
Schiedsrichter: Georg Schalk
Gelbe Karten: Tyrala (5. Gelbe), Vrzogic (5.), Ginczek Schnetzler, Heidrich
Westfalenstadion 8603 Zuschauer
Mainz und Osnabrück für immer
USM + VC
Gruß aus Mainz
wir gratulieren euch zum aufstieg
kostheimstyler 1 year ago 12
Das ist ja alles schön und gut..
Aber es kann nicht sein das bei den restlichen Auswärtsfahrten 8000 Leute weniger mitkommen!!!
Es bringt nichts sich an diesem einem Spiel aufzugeilen!
Also, seht zu das ihr nächste Saison mal euren Arsch hochkriegt und wir gemeinsam die 2. Liga rocken!
FORZA VIOLA !!!
xXxMOMOx 1 year ago 8