Kabale und Liebe
von Friedrich Schiller | Regie: Falk Richter
aus der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin
Als Billy Wilder eines Nachts mit der besten Drehbuchidee aller Zeiten aufwachte, schrieb er sie schnell auf einen Zettel. Am nächsten Morgen, voller Vorfreude las er den nächtlichen Geniestreich und fand folgende drei Worte: Boy meets girl. So läßt sich seit Schillers Neuerfindung der Schaubühne als moralische Anstalt jedes Drama zusammenfassen. Die Sprengkraft der Liebe und ihre Folgen werden zum ewigen Anlass von Geschichte und Geschichten. Dass Gefühle stärker sind als böse Väter, intrigante Gesellschaften und vielleicht sogar dem Tod trotzen können, ist der Glaube jeder jungen Generation. Dass diese Gefühle aber auch Väter zu bösen alten Männern machen und die Mechanismen der Macht zu Höchstleistungen provozieren, ist ihre Kehrseite. Der Furor des neuen Lebens will die Ketten sprengen und reißt dabei meistens sich selbst, die Geliebte und die alte Ordnung in den Untergang.
Ferdinand, ein Sohn aus gutem Hause, liebt Luise, ein armes Bürgermädchen: damit ist die Provokation in der Welt. Luises Eltern sorgen sich um die Kräfte, die nun über ihr kleines Heim hereinbrechen werden. Und Ferdinands Vater, ein mächtiger Mann, greift zu allen unerlaubten Mitteln, um diese Gefühlsgefahr auszurotten. Die Kabale entfaltet sich und einzig die Kurtisane des Herzogs, die ebenfalls für Ferdinand entflammt ist, geht aus ihr geläutert und erhobenen Hauptes hervor. Die praktische Vernunft dieser Engländerin steht alleine in dem Drama, in dem alle anderen ihren teutonischen Furor ungehemmt verspannt ausleben. Am Beginn des deutschen Theaters als »stehende Schaubühne«, das bis heute einzigartig in der Welt ist, steht dieses Stück. Seine Figuren und seine Handlung sind Vorbild für unendliche Variationen geworden, sein Thema ist solange von Interesse, wie junge Menschen Unrecht und Liebe fühlen und die Älteren ihre Einrichtung der Welt dagegen verteidigen.
Regie
Falk Richter
Bühne
Alex Harb
Kostüme
Bernd Skodzig
Musik
Paul Lemp
Dramaturgie
Bernd Stegemann
Video (Beamer)
Sebastien Dupouey
Licht
Michael Gööck
Trailer
Carsten Woike
Besetzung
Robert Beyer
Lea Draeger
Jörg Hartmann
Steffi Kühnert
Erhard Marggraf
Judith Rosmair
Kay Bartholomäus Schulze
Stefan Stern
Musikalische Leitung und Bass
Paul Lemp
Cello
Dina Bolshakova
Zoé Cartier
Eva Freitag
Urte Reich
Susanne Wohlleber
@fullmoongirl06 den Soundtrack gibts am verkaufstand der Schaubühne zu kaufen, für 2,50 oder so :)
Kami656 3 months ago
@rreykjavik
Kann ich nur bestätigen. Einfach Wahnsinn
CellutzSN 1 year ago
Gänsehaut ab 1:50...
großartiger Trailer!!
rreykjavik 1 year ago 2
wie heißt dieses lied? kann ich das irgendwo finden ?
fullmoongirl06 1 year ago
I saw this performance in Berlin in april. And I loved it!!!! It is so strong, even though i don't understand everything that is said all the time - german is such a strong stage language - weltschmertz (the spelling is probably not right) is a thousand times more believable when expressed in german.
I would give the world to act in such a play!
TheClemming 2 years ago
Boah, der Trailer ist ja wirklich grandios!
"Ich einst ihr Gott, jetzt ihr Teufel"
Ich liebe diese Stelle in der Niederschrift und sie gefällt mir wie sie hier umgesetzt wurde!
TwinStarMonopol 2 years ago 2
ich schaue es mir am 17 oktober an!
kanns kaum erwarten :D
justheropinion 2 years ago
der schaulspieler von ferdinand sieht eigentlich ganz gut aus :)
leandraberlin 2 years ago
woah, wie geil...ich wünschte ich hätte die zeit es mir mal anzusehen..
xDPhixD 2 years ago