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Endspiel

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Uploaded by on Oct 8, 2011

Schauspiel von Samuel Beckett / Deutsch von Elmar Tophoven

Inhalt
Aus, es ist aus, es ist so gut wie aus es muss so gut wie aus sein.« -- wer kann das schon genau sagen? Der darüber sinnierende Clov jedenfalls nicht. Eine nicht näher bezeichnete Katastrophe hat fast alles Leben ausgelöscht -- nur zwei Überlebende scheint es zu geben: Hamm, der blind und gelähmt im Rollstuhl sitzt, und Clov, der nur noch mit großer Mühe gehen kann. Gegenseitige, existenzielle Abhängigkeit verbindet und daraus entstandener Hass trennt die beiden gleichermaßen -- es entspringt daraus ein absurd tragikomisches Endzeitstimmungsspiel.

Pressestimmen
„[...] Aber darin [...] erschöpft sich Beckett eben nicht. Zum Glück. Sonst wären seine Stücke ja auch eher eine Qual. Sie leben nicht zuletzt von ihrer Komik und ihrer Sprache. Und eben diese Qualitäten hat Steckel in Bremen souverän herausgearbeitet. Dabei hat er in Gerhard Palder und Jan Byl zwei exzellente Schauspieler für die Hauptrollen gefunden. Palder spielt Hamm mit Bravour als mal verzweifelt keifenden, mal hasserfüllt zeternden, mal sarkastisch philosophierenden Alten. Und Jan Byl verleiht seinem Clov einen geradezu physisch greifbaren Überdruss. [...] Und nicht zuletzt wurde wahrscheinlich lange nicht am Bremer Schauspiel so gut gesprochen. [...] Ein gelungener Abend. [...]"

Andreas Schnell, nachtkritik.de[...]

„[...] Indem Steckel das Personal ganz auf Hamm und Clov reduziert, indem er Erstgenanntem nicht einmal einen Rollstuhl gönnt und indem er auch noch einen Fernseher integriert, verschärft er die ohnehin schon prekäre Ausgangslage des Dramas. Im Ergebnis bedeutet das einen Zugewinn an ironischer Schärfe. [...] Es ist großartig, wie fatalistisch Gerhard Palder den senilen Zynismus eines Todgeweihten interpretiert. Und es ist fast noch bemerkenswerter, wie Jan Byl das Leiden an eben diesem Zynismus mit dem Leiden an der ausweglosen Situation vereint. [...] Die seit jeher diskutierte Frage, ob Absurdes Theater wirklich eine absurde Welt zeigt oder vielmehr das absurde Verhalten ihrer Bewohner, lässt Steckel in dieser reizvoll rätselhaften Zirkusnummer bewusst offen. [...]" Johannes Bruggaier, Kreiszeitung[...]

„[...] Jan Byl latscht da als deprimierter Diener Clov mit so entzückend niedergebogenen Mundwinkeln um den Pflegefall Hamm herum, dass man entgegen aller angesagten Hoffnungslosigkeit auch immer wieder zum Lachen gebracht wird. Auf der anderen Seite krakelt Gerhard Palder so ekelhaft als gelähmter, blinder Hamm herum, als gäbe es für einen alten Mann nichts schöneres, als seine Pflegekraft nach Herzenslust zu erniedrigen. Mit diesen beiden Schauergestalten trifft das Bremer Schauspiel also voll ins existenzialistische Schwarze."

Sven Garbade, Nordwest-Zeitung

Category:

Entertainment

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