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Karneval in Fonni auf Sardinien / Carnevale a Fonni Sardegna

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Uploaded by on Jan 28, 2008

In der Barbagia steht der Karneval in direktem Bezug zum Alltag, zu den Lebensbedingungen der Bauern und Hirten, zur Natur: Ganz schwarz sind die Gesichter der "Thurpos" aus Orotelli. Eingehüllt in lange dunkle Gewänder ziehen sie durch die Strassen. Es sind "Blinde", die während des Umzuges szenisch Perioden des bäuerlichen Lebens darstellen: Saat, Ackerbau, Tierzucht und Ernte. Es ist totenstill in den Gassen Ottanas. Von Karnevalsmasken und buntem Treiben keine Spur. Plötzlich hört man Kuhglocken und ein rhythmisches Stampfen. Durch die Strassen bewegen sich Gruselgestalten mit Tierfellen, Kuhglocken und Holzmasken. Es sind Merdules und Boes. Kein Zweifel, hier werden Tiere dargestellt, die mit Hilfe von Seilen in Zaum gehalten werden. Auch die zwölf Mamuthones die durch Mamoiada ziehen sind mit Tierfellen und Kuhglocken bekleidet. Aus schaurig traurigen Holzmasken gucken sie einen an. Es sind Verlierer die zu Leibeigenen wurden. Sie leben in völliger Abhängigkeit von acht Issohadores, die mit leuchtenden rot-weißen traditionellen Kostümen bekleidet sind. Keiner von Ihnen trägt eine Maske oder Kuhglocken. Sie haben ein Lasso in der Hand, mit dem sie Zuschauern auflauern. Wer aus der "Sklaverei" befreit werden will, muss in der nächsten Bar eine Runde ausgeben.

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