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Projekt der Lebenshilfe Flensburg - Bewegte Freizeit gemeinsam erleben

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Uploaded by on Feb 14, 2010

Unter Federführung der Flensburger Lebenshilfe starte am 07.02.2010 in der SBV-Halle ein Sportprojekt, das Menschen mit und ohne Behinderung
zusammenbringen will.


Sie wollten die Sache nach dem Urlaub besprechen - Annelie Petersen und Matthias Pose. Der Zufall wollte es, dass sich die Geschäftsführerin der Lebenshilfe in Flensburg und der Motopädagoge kurz darauf im dänischen Vejers wieder trafen. Und so entstand das am Montag in der SBV-Halle in Flensburg gestartete Projekt "Bewegte Freizeit gemeinsam erleben" in seinen Grundzügen im Urlaub.

Am 7. Februar startete eine zunächst auf ein Jahr angelegte Veranstaltungsreihe, die sich nur mit winzigen Schritten beschäftigt und doch Großes erreichen will. Zwei Stunden an jedem
ersten Sonntag des Monats sollen Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Behinderungen "Inklusion" gestalten. Inklusion ist definiert als eine Pädagogik, die sich gegen jede gesellschaftliche Marginalisierung wendet und allen Menschen das gleiche volle Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe ungeachtet ihrer persönlichen Hilfsbedürfnisse zugesichert sehen will - stark vereinfacht: Es gibt nicht Behinderte und Nichtbehinderte, es gibt nur Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.


Bewegung: Spannend und den Bedürfnissen angepasst

Matthias Pose jedenfalls brennt vor Tatendrang. Für den Motopädagogen
ist die Aktion der Lebenshilfe ein überaus spannendes Projekt mit dem
Ziel, Menschen zusammenzuführen. Das geht nur über Bewegung. Und
Bewegung gibt es in der SBV-Halle - Bewegung, die den Bedürfnissen und
Fähigkeiten jedes Einzelnen angepasst und trotzdem spannend ist. An
seiner Seite steht Anette Ebsen - ebenfalls eine Motopädagogin - sowie
ein Übungsleiterteam des TSB Flensburg.

Für den hat Vorstandsmitglied Walter Melnyk die Brücke zur Lebenshilfe
gebaut, denn der TSB ist nicht nur Hausherr in der Halle, er ist auch
regelmäßig als Co-Produzent für sozial engagierte Projekte tätig. Vor
längerer Zeit, so Melnyk, habe er mit dem Fußballlehrer Karl Müller
Ähnliches versucht - und sei gescheitert. Umso mehr freut er sich
jetzt auf Zusammenarbeit mit Leuten vom Fach. Ein Übungsleiter-Team
des TSB ist an den nächsten Sonntagen ebenfalls vor Ort.

Die gesamte SBV-Halle stand allen offen: Menschen mit Behinderungen und ohne Behinderungen, ihre Freunde und Angehörigen, Junge und Alte. Es gab diverse psychomotorische Aufbauten, Bälle, Rollbretter, Jonglage, Bewegungsworkshops (zum Beispiel Sturzprophylaxe, Entspannungstechniken, Bewegungsspiele für Ältere -
und vor allem: Es gibt keinen Wettbewerb. "Leistung steht nicht im
Vordergrund, sondern Begegnung in Bewegung", sagt Matthias Pose.

Träger des Projektes ist die Flensburger Lebenshilfe, angesprochen sind - gemäß dem Inklusionsgedanken - alle Menschen, jeden Alters.

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