Die Reitkunst der Indianer beruhte darauf, daß sie exzellente Kenntnisse vom Wesen, den Bedürfnissen und natürlichen Verhaltensweisen des Pferdes im Herdenverband besaßen. Aufgrund dieses Wissens war eine problemlose Verständigung zwischen Mensch und Tier und ein harmo-nisches partnerschaftliches Miteinander möglich. Die beiderseitige Kommunikation funktionierte.
Die Beziehungsarbeit, also der Aufbau einer von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägten Beziehung, spielt beim Indianischen Reiten und der Indianischen Pferdeausbildung die zentrale Rolle. Die zentrale Erkenntnis lautet:
"Wenn dir dein Pferd vertraut, dich als Herdenführer respektiert und ein- deutig versteht, was du von ihm willst, wird es fast alles freiwillig für dich tun."
Das Indianische Reiten ist das Richtige für Menschen, die die Natur vom Pferderücken aus genießen möchten, ohne Stress, ohne Leistungsambi- tionen und ohne Verwendung scharfer Einwirkhilfen.
Indianisches Reiten beinhaltet bei uns, ohne Gebisse zu reiten - entweder mit Schnurhalfter, Bosal oder Glücksrad - und daß in der Anfangsphase ohne Sattel und später im leichten Sattel geritten wird.
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