Erich Kästner „Hymnus auf die Bankiers" (1929)

Loading...

Sign in or sign up now!
Alert icon
Upgrade to the latest Flash Player for improved playback performance. Upgrade now or more info.
495 views
Loading...
Alert icon
Sign in or sign up now!
Alert icon

Uploaded by on Jan 10, 2012

Rezitation: Fritz Stavenhagen
mehr deutsche Lyrik zum hören: http://www.deutschelyrik.de/
oder bei Facebook:
http://www.facebook.com/DeutscheLyrik


Text:

Der kann sich freuen, der die nicht kennt!
Ihr fragt noch immer: Wen?
Sie borgen sich Geld für fünf Prozent
und leihen es weiter zu zehn.

Sie haben noch nie mit der Wimper gezuckt,
Ihr Herz stand noch niemals still.
Die Differenzen sind ihr Produkt.
(Das kann man verstehn, wie man will.)

Ihr Appetit ist bodenlos.
Sie fressen Gott und die Welt.
Sie säen nicht. Sie ernten bloß.
Und schwängern ihr eignes Geld.

Sie sind die Hexer in Person
und zaubern aus hohler Hand.
Sie machen Gold am Telefon
und Petroleum aus Sand.

Das Geld wird flüssig. Das Geld wird knapp.
Sie machen das ganz nach Bedarf.
Und schneiden den andern die Hälse ab.
Papier ist manchmal scharf.

Sie glauben den Regeln der Regeldetrie
und glauben nicht recht an Gott.
Sie haben nur eine Sympathie.
Sie lieben das Geld. Und das Geld liebt sie.
(Doch einmal macht jeder Bankrott!)


Bilder: Albert Bloch

  • likes, 0 dislikes

Link to this comment:

Share to:
see all

All Comments (6)

Sign In or Sign Up now to post a comment!
  • Hahaha ich habe grade ein Déjà-vécu-Erlebnis !:)

  • 2011 z.B. Grichenland läst Grüßen.

  • danke für den Upload :)

  • !!!

  • @ConstantinRupf Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.

  • Mein Gott wie aktuell. Der liebe Kästner...

Loading...

Alert icon
0 / 00Unsaved Playlist Return to active list
    1. Your queue is empty. Add videos to your queue using this button:
      or sign in to load a different list.
    Loading...Loading...Saving...
    • Clear all videos from this list
    • Learn more