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Wettbewerb für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin

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Uploaded by on Jun 17, 2009

eine Animation und Erklärung des Wettbewerbsbeitrags von ´pasekandfriends´

Die Grundform einer Ellipse wird in Raumflügel geteilt, die drehbar gelagert sind. Jeder Raumflügel kann durch einen, der am Platz verteilten, Manipulatoren von den am Passanten gedreht werden. Gemeinsam eine Einheit und jeder Teil für sich - wird ein Teil manipuliert, ergibt sich ein neues Gefüge. Jede/r kann beeinflussen, jede Bewegung eines Elements löst eine Veränderung im Raum aus...

www.pasek.at

musik von superlooper

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All Comments (19)

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  • ...Historischen. Wo nur noch Postpostmoderne und Zeitgeist zählen, geht eben alles andere den Bach runter. Dabei ist Berlin andererseits ja extrem spießig, wenn es etwa um Hochhäuser geht. Dann wird mit der 22m -Traufhöhenverordnung gewedelt und 12 Etagen, wie am neuen Spreedreieck, wo ein Investor doppelt so hoch bauen wollte, als Maximalhöhe festgelegt. Hier zeigt sich das wahre Spießertum in dieser Stadt und nicht bei den Schloßbefürwortern. Hans Kollhoff als Stadtbaudirektor, das wär´s :-)

  • ... es heute nicht nur mit konkurrierenden Designrichtungen zu tun haben, die untereinander wenig kompatibel sind, sondern zudem noch mit dem ganzen Nostalgiemüll an "Stilmöbeln" Plastik-Rokoko-Accessoires und altdeutschem Preßspaneichengebilden nach Dürerart, die sich hinter coolen modernen Fassaden anhäufen. Daß die Leute aber den Bezug zu ihrer Vergangenheit verloren haben und nicht mehr fähig sind, Qualität von Kitsch zu unterscheiden, liegt nun mal an der radikalen Verdammung alles ...

  • Mit dem Bauhaus hat alles angefangen. Dieser radikale Bruch mit der Überladenheit und dem falschen Pathos der Kaiserzeit musste damals einfach kommen. Ein Neuanfang, sachlich funktionell und dennoch ästhetisch. Ausdruck der Alltagskultur der Moderne eben. Aber wohin hat das geführt? Zur absoluten Beliebigkeit! Wir sind wieder in derselben Sackgasse, in die uns die industrielle Massenproduktion mit ihren Geschmacksverirrungen vor hundert Jahren geführt hatte. Das Schlimme daran ist, daß wir ...

  • @dancingwithfrogs

    Die Gefahr der Wegwerfarchitektur teile ich mit Ihnen und deshalb ist es höchst an der Zeit einen Paradigmenwechsel zu erzwingen und adaptierbare, recyclebare Strukturen zu planen und zu bauen. Vor allem Adaptierbares würde darüber hinaus einen großen Beitrag zur besseren Stadt leisten.

  • @dancingwithfrogs Das ist je eine wunderbar philosophische Diskussion. Das Ganze ist ja nicht ganz so Schwarz - Weiß und ich schätze qualitativen Bestand an Architektur sehr. Auch sollte es in der Architektur um ein Weiterstricken von Strukturen und um Respekt gehen. Den Zeitgeist habe ich nicht so sehr als Fragen der Gestaltung als vielmehr ein sehr bewusstes Hinterfragen, welche Qualitäten ein Raum der im 21. Jahrhundert entsteht, haben muss, gemeint.

  • @pasekandfriends Genaugenommen sind die wahren Ewiggestrigen diejenigen, die den Befreiungsschlag aus dem Sumpf des gründerzeitlichen Historismus nicht als einmaligen Akt, sondern als eine Art institutionalisierte Revolution begreifen. Und eben deswegen haben sie nun das Problem, immer neue Reize erfinden zu müssen, um am Markt zu bleiben. Dabei hat Architektur sehr viel mit Statik zu tun, oder sollte es zumindest. Wir sind auf dem besten Wege, Gebäude zum billigen Wegwerfprodukt zu machen :-(

  • @pasekandfriends ...("gepaart" :-)) ...äh, ... geplant empfinde ich jedoch als reine Provokation. Als Sabotageakt verbiesterter Modernisten, die keine Ruhe geben, bevor nicht das letzte Altstadtviertel durch ihre Beton- und Glasorgien aufgehübscht wurde. Für zeitgeistliche Modetrends bietet dieses zerrissene Berlin mit seinen vielen Brachen einen weiten Raum. Warum dürfen wir "Ewiggestrigen" dann nicht wenigstens hier unsere Vorstellung eines urbanen und ästhetischen Stadtraumes verwirklichen?

  • @pasekandfriends ...sozialistischen Ausführung. Das alles sind peinliche Ausgeburten von Zeitgeistphänomenen, ganz im Gegensatz zu der durchweg harmonischen Ausstrahlung der Relikte vergangener Stilepochen. Die Marienkirche trägt so viele Stilmerkmale in sich, daß einem schwindelig wird. Trotzdem wirkt sie harmonisch, da es zwischen Gotik und Neugotik keine wirklichen Brüche gab, nur langsame Verschiebungen und Neuakzentuierungen. Mussoliniarchitektur bepaart mit Barock, wie im Humboldtforum ...

  • @pasekandfriends Ich kenne diese Argumentation. Zeitgeist, Zeitgeist über alles ... Auch wenn den keiner mehr so richtig definieren kann nach der Postmoderne.

    Ich war heute gerade mal wieder dort, mit dem Fahrrad fünf Minuten von mir. Und wie immer habe ich mich über den schrecklichen Pseudohistorismus des Nikolaiviertels geärgert. Über diese grauenhafte Bekrönung der Domkuppel, die so billig wirkt wie die "Nuttenbrosche" auf dem Alex. 60er-Jahre-Kitsch eben, auch noch in der verschärften ...

  • @dancingwithfrogs

    Ich für meinen Teile finde es anspruchsvoll genug die Architektur von einem zeitgenössischen Blickpunkt zu entwickeln. In Stilen zu denken, die sich aus vergangenen gesellschaftlichen Ordnungen entwickelt haben, ist für mich keine Option, sondern nur verzweifelter Versuch sich eine scheinbare sichere Illusion einzukaufen. Fast jeder Baustein dessen, was uns heute als Einheit vorkommt entsprang dem jeweiligen Zeitgeist, meist ohne Rücksicht auf das bereits Bestehende...

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