Der Filmemacher Franz Xaver Gernstl im Interview mit Dr. Eberhard Büssem 2006
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Nein, es war wirklich so, dass wir einfach gerne in der Gegend herumgegurkt sind. Ich habe damals mit dem Hans Peter Fischer, das ist der Kameramann, zusammengewohnt. Und schon damals sind wir halt gerne spazieren gefahren, sind in den Wirtshäusern herumgehockt und haben den Leuten am Nachbartisch zugehört, was die so erzählen. Da gibt es ja oft wirklich ganz erstaunliche Dialoge, die man sich als Drehbuchschreiber gar nicht schreiben trauen würde, weil sie gar so kurios sind. Wir dachten uns dann eben: Wenn wir da eine Kamera mitnähmen, dann könnten das eigentlich ganz nette Filme werden. 1983 ging es dann los und damals fanden wir beim BR tatsächlich noch zwei wagemutige Redakteure, die diese Idee, "Wir fahren mal los und drehen irgendwas!", auch gut fanden. Es war nur schwierig, so ein Vorhaben im Projektplan unterzubringen. Meiner Frau ist dann aber Gott sei Dank ein Titel eingefallen: "10 Grad östlicher Länge". Wir sagten dann also: "Gut, wir fahren den 10. Längengrad entlang." Wir haben dann tatsächlich den Auftrag bekommen vom BR, diese erste Reise zu machen.
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