Kaiser Wilhelm II. - Ansprache zum deutschen Volk am 6. August 1914 in Berlin

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Uploaded by on Feb 7, 2011

An das deutsche Volk

Seit der Reichsgründung ist es durch 43 Jahre Mein und Meiner Vorfahren heißes Vernehmen gewesen, der Welt den Frieden zu erhalten und im Frieden unsere kraftvolle Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner neiden uns den Erfolg unserer Arbeit.

Alle offenkundige und heimliche Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See haben wir bisher ertragen im Bewußtsein unserer Verantwortung und Kraft. Nun aber will man uns demütigen. Man verlangt, daß wir mit verschränkten Armen zusehen, wie unsere Feinde sich zu tückischem Überfall rüsten, man will nicht dulden, daß wir in entschlossener Treue zu unserem Bundesgenossen stehen, der um sein Ansehen als Großmacht kämpft und mit dessen Erniedrigung auch unsere Macht und Ehre verloren ist.

Es muß denn das Schwert entscheiden. Mitten im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf! zu den Waffen! Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre Verrat am Vaterlande.

Um Sein oder Nichtsein unseres Reiches handelt es sich, das unsere Väter neu sich gründeten.

Um Sein oder Nichtsein deutscher Macht und deutschen Wesens.

Wir werden uns wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Roß. Und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine Welt von Feinden. Noch nie ward Deutschland überwunden, wenn es einig war.

Vorwärts mit Gott, der mit uns sein wird, wie er mit den Vätern war.

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All Comments (4)

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  • @maggomezzo

    Diese "sie" sind eben auch Deutsche. Jede Kultur kann aufsteigen und fallen. Wir könen nur in den radikalen Wandel, der in allen Zeiten stattgefunden hat unser Bestes hineinwerfen. Sterben hieße die Verantwortung allein den anderen zu überlassen.

  • @PROSPE78 ich wäre lieber im rocke des kaisers gestorben als den stätigen absturtz deutschlands zu sehen, eine tägliche qual wie der Glanz des Vaterlandes verhöhnt wurde und verscharrt wird, sie verkaufen unser land, unser volk um ihre eigene erbärmliche macht zu sichern.

  • `Wilhelm ist immer so plötzlich´ (Zitat seiner Frau)

  • Tja Herr Großmacht, dann musste es also so kommen.

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