Ballade vom Schinderhannes

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Uploaded by on Oct 27, 2010

Die Ballade beruht auf einer authentischen Biografie. Johannes Bickler hat es wirklich gegeben. Er lebte von 1779 bis 1803 ( zu seiner Hinrichtung). Aktenmäßig wurden seine Straftaten in dem Buch von Becker, B.: "Actenmäßige Geschichte der Räuberbanden an den beyden Ufern des Rheins. "Erster Theil, enthaltend die Geschichte der Moselbande und der Bande des Schinderhannes von 1804 festgehalten. Nachdem ich es gelesen hatte, konnte ich die erste Strophe von den Versionen von Wacholder und Folkländer, die da beginnt: " Für Recht und Freiheit bin ich gegangen..." nicht mehr singen. Insofern leicht abgewandelt:

Die Ballade vom Schinderhannes

D G D
Allhier im Hunsrück ward ich geboren. G D
Zum Räuberhauptmann ward ich erkoren . A D A
Gar mancher fiel von meiner Hand. D G e A D
Schinderhannes ward ich genannt !

D G D
Viel in der Welt bin ich gegangen, G D
im tiefen Wald nahm man mich gefangen. A D A
Man führt mich in die Stadt hinein,
D G e A D
wo ich sollt gefangen sein.

D G D
Und aufs Rathaus tät man mich führen, G D
wohl zwei --dreimal zum examinieren. A D A
Man schreibt mir jedes Wörtlein auf,
D G e A D
und führt mich zum Turm hinauf.

D G D
Im tiefen Turm hab ich gesessen G D
und schlechte Speisen musste ich essen, A D A
bis dann Herr kam heran die Stund,
D G e A D
zu der ich nichts mehr essen kunnt.

D G D
Oh, was wird meine Mutter sagen, G D
wenn sie wird hören von all den Klagen, A D A
dass ich in meinen jungen Jahr´n,
D G e A D
so viel Böses hab getan.

D G D
Johannes Bickler dies ist mein Name G D
und dreiundzwanzig sind meine Jahre, A D A
drei Tag, drei Nächt vor meinem End D G e A D
empfing ich noch das Sakrament.

D G D
Und das Gerüst soll ich betreten. G D
Fünf Vaterunser soll ich noch beten. A D A
Fünf Vaterunser insgemein, D G e A D
das wird wohl auch mein Letztes sein.

D G D
Ade, lieb Vater, ade, lieb Mutter, G D
ade, lieb Schwester, ade, lieb Bruder! A D A
Wascht eure Hände in meinem Blut, D G e A D
damit ihr wisst, wie weh das tut!

D G D
Am ändern Morgen, es war beim Dämmern, G D
hört am Schafott man das leichte Hämmern. A D A
Sein Blut floss strömend wohl in den Sand,
D G e A D
ade, geliebtes Heimatland!

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All Comments (4)

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  • @exsaxpommernjung post sciptum: die letzte strophe kannte ich bisher nicht, da er am halse aufgehangen sein soll, bis der tod eintrat... egal, er war ein verbrecher wie robin von loxley oder der stülpner karl

  • danke, du scheinst meine letzte geistesverbindung zu den folkländern und wacholder zu sein...

  • "wascht eure Hände in meinem Blut, damit ihr wisst, wie weh das tut" Das Lied war eines meiner Lieblingslieder als Kind... irgendwie makaber, wenn ich mir das heut überlege :)

  • herrlich....muss ich mir beibringen,glaub ich : )

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