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Orlando an der Komischen Oper Berlin

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Uploaded by on Mar 12, 2010

Opera seria in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto nach Carlo Sigismondo Capece
Deutsche Textfassung von Werner Hintze
Musikalische Leitung ... Alessandro De Marchi
Inszenierung ... Alexander Mørk-Eidem
Bühnenbild ... Erlend Birkeland
Kostüme ... Maria Gyllenhoff
Dramaturgie ... Bettina Auer
Licht ... Franck Evin
Orlando ... Mariselle Martinez
Angelica ... Brigitte Geller
Medoro ... Elisabeth Starzinger
Dorinda ... Julia Giebel
Zarathustra ... Wolf Matthias Friedrich
Isabella, Zarathustras Assistent ... Bernd Stempel
Videoclip von Julia Hertäg
Uraufführung 1733 - Premiere 26. Februar 2010

Dass uns die Liebe in den Wahnsinn treiben kann, ist nicht nur eine flotte Floskel das weiß jeder, der Liebe schon einmal gewagt hat. Gemeint ist nicht die praktikable Liebe zum aktuellen Lebensabschnittspartner, noch die küchenpsychologisch untermauerte Auseinandersetzung im Beziehungsalltag, sondern die Liebe als Verhängnis, der man rettungslos ausgeliefert ist, für die man jegliche Grenze überschreiten muss. Der Ritter Orlando hat sich unsterblich in die Königin Angelica verliebt und darüber seine Heldenlaufbahn vergessen. Angelica allerdings liebt Medoro, den sie all ihren hochgestellten Verehrern vorzieht und heiraten möchte. An Medoro wiederum verzweifelt die Schäferin Dorinda, nachdem er sich zugunsten von Angelica von ihr abgewandt hat. Als Orlando nach etlichen Missverständnissen und Verwirrungen seine aussichtslose (Liebes-)Lage erkennt, will er sich rasend vor Eifersucht an Angelica rächen. Sein Plan schlägt fehl und er verfällt dem Wahnsinn, indem er sich einbildet, die treulose Geliebte bis in die Unterwelt hinab zu verfolgen. Wer weiß, wo all dies enden würde, wenn nicht der Magier Zarathustra immer wieder helfend eingriffe. Denn von Beginn an verfolgt Zarathustra, für Vernunft und maßvolle Gefühle plädierend, nur ein Ziel: Orlando von seinem Liebeswahn zu heilen und wieder auf seine Kriegerkarriere zurückzuführen. Händels Zauberoper von 1733, basierend auf Ariosts Versepos »Orlando furioso«, verbindet Bühnenspektakel und moralische Diskussion mit ungeheuer farbenreicher, packender Musik, die uns durch das ganze Gefühls-Kaleidoskop der Liebe wirbelt.

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Music

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