Der 324 m hohe Funkmast Gartow 1 wurde 1963 errichtet und ist von sehr stabiler Bauweise und zum Teil an doppelten Pardunen abgespannt. Er diente zur Realisierung einer Überhorizontrichtfunkverbindung nach West-Berlin und trug im oberen Teil mehrere viereckige Gitterstrukturen, die die Richtfunkantennen darstellten. Gegenstation war der Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg. Von hier wurde das ZDF analog auf Kanal 21 mit 250 kW und der Deutschlandfunk auf 102,2 MHz mit 94 kW ausgestrahlt. Die Fernsehsender für das RBB-Fernsehen (Kanal 35, 200 kW) und das NDR Fernsehen (ehemals Kanal 45, 440 kW) wurden Ende 2006 bzw. Anfang 2007 mit der Einführung von DVB-T stillgelegt. Die Einstellung der ZDF-Ausstrahlung und damit des gesamten Fernsehsendebetriebs vom Standort Höhbeck wurde am 1. Juli 2008 mit der Einführung von DVB-T im nördlichen Sachsen-Anhalt vollzogen.
Der funktionslos gewordene Stahlfachwerkmast wurde am 20. August 2009 gesprengt. Als Sprengmittel kamen drei Kilogramm Semtex Razor 40 zum Einsatz. Das Sprengmittel bestand aus 16 Schneidladungen, die an 8 Pardunenlaschen angebracht wurden. Die Pardunen, mit denen der Mast in nordöstlicher Richtung abgespannt war, wurden damit am Pardunenfundament getrennt. Der Funkmast war noch nach Nordwesten und Süden abgespannt und fiel dadurch in südwestlicher Richtung über die Straße zwischen Brünkendorf und der Schwedenschanze. Geplant war eine Fallrichtung von 244 Grad.
Ursprünglich war eine Sprengung in der Silvesternacht 2008/2009 geplant. Der Funkmast enthielt jedoch einen hohen Anteil asbesthaltiger Substanzen, die zuvor entfernt werden mussten. Die Entfernung dauerte bis in das Frühjahr 2009 hinein. Dadurch entstand eine weitere Verzögerung, weil die Setz- und Brutzeiten vom 1. März bis zum 15. Juli 2009 im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue, in dem die Sendeanlage liegt, beachtet werden mussten.
der wurde geklaut ..xDD wie geil xDD
KirchiiflyR 2 years ago