Hinter einer Tarnladung -- bestehend aus Flachbildschirm-Attrappen -- hat die Ermittlungsgruppe Hafen des Hamburger Zollfahndungsamtes neun Millionen Schmuggelzigaretten entdeckt. Die gefaelschten Marlboros, augenscheinlich für den franzoesischen Schwarzmarkt bestimmt, waren im chinesischen Hafen Xiamen per Container auf die Reise gegangen.
Offenbar spielte ein logistisches Problem bei den Schmugglern den Zollfahndern in die Haende: Weder der Versender, angeblich ein namhafter koreanischer Elektronik-Konzern, noch der slowakische TV-Geraete-Produzent, an den die Bildschirme den Papieren nach gehen sollten, zeigten Interesse, die Ware abzuholen.
Bei naeherer Betrachtung entdeckten die Fahnder dann, dass nur in den vordersten Kartons technische Geraetschaften steckten. Im ueberwiegenden Teil der Kartons verbargen sich Marlboro-Schachteln. Der aktuelle Fund ist der größte Zigarettenfund seit gut einem Jahr im Hamburger Hafen. Der verhinderte Steuerschaden betraegt rund 1,5 Millionen Euro. Wer hinter dem Schmuggel steckt, ist derzeit noch unklar.
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