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Theseus an der Komischen Oper Berlin

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Uploaded by on Feb 14, 2008

Oper in fünf Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto von Niccolò Francesco Haym
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze
Musikalische Leitung ... Alessandro de Marchi
Inszenierung ... Benedikt von Peter
Bühnenbild ... Natascha von Steiger
Kostüme ... Katrin Wittig
Dramaturgie ... Werner Hintze
Licht ... Franck Evin
Video ... Superjeans
Inspizient ... Mario Nötzel
Theseus ... Elisabeth Starzinger
Agilea ... Marina Rebeka
Medea ... Stella Doufexis
Egeus ... Hagen Matzeit
Clizia ... Karolina Andersson
Arcane ... David DQ Lee

Theseus liebt Agilea, und diese liebt ihn wieder. Doch Medea liebt Theseus ebenfalls und setzt alles daran, ihn für sich zu gewinnen. König Ägeus seinerseits liebt Agilea und gibt seinen ursprünglichen Plan auf, Medea zu heiraten. Medea, die Agilea nicht zwingen kann, auf Theseus zu verzichten, schwärzt Theseus beim König an. Ägeus glaubt ihr und will seinen Feldherrn vergiften. Doch im letzten Moment erkennt er in Theseus seinen verlorenen Sohn, und Medeas Plan scheitert. Die verzweifelte Frau besteigt ihren Drachenwagen und würde alles in Schutt und Asche legen, wenn nicht eine höhere Macht eingreifen würde.
Was auf den ersten Blick nur als verwirrende Liebes- und Intrigengeschichte erscheint, ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema, das Händel zeitlebens beschäftigt hat: die Unvereinbarkeit von politischer Rolle und menschlichem Wesen des Rollenträgers. Händels Musik ist durchtränkt von tiefer Melancholie über die Unmöglichkeit von Liebe in einer politisch eingerichteten Welt. Aber in ihrem jugendfrischen Charme und ihrem außergewöhnlichen Farbenreichtum spricht sie auch von Händels unerschütterlichem Vertrauen in die Kraft der Liebe, die die Welt verändern und sie vielleicht irgendwann bewohnbar machen kann.

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Music

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All Comments (8)

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  • Eine hervorragende Inszenierung - unbedingt sehenswert!!!

  • Ich erinnere mich an diesen ersten Abend, den ich in der komischen Oper gewesen war.

  • Die Bilder scheinen mir jetzt an einem Ort zu sein, der jener Zeitlichkeit entzogen ist die gleich dem Wind, der über die nächtlichen Dünen der Sahara streicht unmerklich die Konstrukte unserer Erinnerung in das Vergessen trägt. Die Begegnung selbst, die mich zu diesem Abend brachte war zufällig - eine Laune des Sommers und eine Laune zweier Personen deren Lebenslinien für einen flüchtigen Moment zur Tangente des jeweilig Anderen wurden.

  • Da saß ich also, neben diesem fremden Mann, vorne auf der Bühne ging der Antiheld mitsamt seines Gefolges - nicht ohne Ironie - zu Grunde. Die Musik füllte den Raum mit ihrer eigenartigen Architektur der Erotik. Irgendwo im Parkett saß ich, überwältigt, losgelöst, so als würde mir all das Subtile in Händels Musik offenkundig werden - die Leidenschaft, die hinter dem Ungesagten liegt und sich dort dem Wort und seiner Interpretation entzieht, sodass wir ihr nur blind und wortlos folgen können.

  • Die Grenze meiner Empfindsamkeit schien sich über meine Haut bis in die letzte Faser meiner Kleidung zu erstrecken und so fühlte ich jeden Hauch einer Berührung, ja sogar schon die Vorstellung einer Berührung, die sich durch die zufällige Begegnung meines unbekannten Nachbarn oder mir ergab.

  • Ich kannte ihn flüchtig und er sollte mir auch weiter fremd bleiben. Doch diese drei Stunden in denen das Sehnen, das Wünschen, getragen von dieser unnachahmlichen Musik selbst einen Moment der Ewigkeit erfuhr bleiben mir als Gefühl, einem fernen Land gleich nicht fassbar, nicht verstehbar jedoch erfüllt von jener wahrhaftigen Schönheit die nicht willkürlich berührt werden kann, die jedoch in unvermuteten Augenblicken uns zu berühren vermag.

  • es war eine tolle vorstellung!stella doufexis ist perfekt in diese rolle!:)

  • ich finde es prinzipiell ziemlich schwachsinnig in theater und operetten mit schildern zu arbeiten.

    im allgemeinen bin ich fan von klassischen interpretationen. das neumodische denken von intendanten geht extrem leicht schief

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