Veranstaltung in der junge Welt - Ladengalerie am 23. Oktober 2010 in Berlin.
Teil 1 über Israel:
http://www.youtube.com/watch?v=rEbBvAOoAAY
Teil 2 über Deutschland:
http://www.youtube.com/watch?v=8i3gUFjKntw
"Antisemit!-
Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument"
Berliner Buchpremiere mit dem Autor Moshe Zuckermann
Antisemitismus ist eine der verruchtesten Formen moderner Ideologien. Diese Behauptung bedarf heutzutage keines Nachweises mehr, zu katastrophal waren seine Auswirkungen, als dass sie in Abrede gestellt werden könnte. Die Ächtung von Antisemitismus ist ohne jeden Zweifel eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Problematisch und kontraproduktiv wird es dort, wo ein vermeintlich kritischer Diskurs in herrschaftliches Bekenntnis umschlägt, wo Anti-Antisemitismus politisch missbraucht wird, wo sich eine vermeintlich kritisch auftretende Rezeption als ideologisch entpuppt.
Moshe Zuckermann wagt eine Analyse dieser Entwicklung. Für ihn steht fest, dass die Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs als Parole im vermeintlichen Kampf gegen Antisemitismus „in eine fürchterliche Epidemie umgeschlagen ist." Längst schon sei sie zum Totschlag-Ideologem eines durch und durch fremdbestimmten Anspruchs auf politisch-moralische Gutmenschlichkeit geronnen. Ob man diese Epidemie heilen kann, wird sich erst erweisen müssen. Dass man sie erklären muss, scheint dringlicher denn je.
Creative Commons: www.publicsolidarity.de
@Gieszkanne
Selbstverständlich entscheidet nicht der Antisemit, wer Antisemit ist.
Und wer weder Jude noch latent antisemitisch ist, kann natürlich am besten beurteilen, wann ein Statement antisemitisch ist. Denken sie nach. Da kann man auch selber drauf kommen.
PS: Obwohl sie sich eindeutig sehr bemüht haben (erkennbar and der Verwendung von unnötigen Fremdwörtern), ist ihr Deutsch schlecht, was vermuten lässt, dass sie nicht gerade intelligent sind.
lumberj23 2 months ago
@lumberj23
Du vergleichst Kritik mit Verurteilung, was im Ansatz schon eine ungleiche Gegenüberstellung ist. Der Terminus "durschnittlicher Deutscher" hat in sich schon was latent Rassistisches und im Kontext versucht du sie auch noch niedriger zu stellen was klassisch Rassistisch ist. Pfui wirklich niederträchtig!
Und dann noch frei nach ? "Wer antisemitisch ist entscheide ich"
Gieszkanne 2 months ago
Moshe Zuckermann geht davon aus, dass ein Großteil der deutschen Israelkritiker im Prinzip ähnlich denken wie er als israelischer Professor.
Und da überschätzt er diese Leute.
Es ist ein Unterschied, ob ein israelischer Politiker bzw. Philosoph die israelische Regierung kritisiert oder ob einem durchschnittlichen Deutschen beim Thema Menschenrechtsverletzung und Terrorstaat als erstes Israel in den Sinn kommt. Letzteres liegt nun mal an antisemitischen Ressentiments.
lumberj23 5 months ago
Wenn jemand "Verräter!" schreit, gilt es genauer hinzuhören. Der Verrat setzt meistens einen treuen Glauben voraus, der dem argumentativen Anspruch, den eine Demokratie zu recht von ihren Bürgern fordern können muss, gerne querläuft und der Vorwurf des Verrats ist häufig -um ein wenig zu psychologisieren- gespeist aus der Verbitterung dessen, der den Mut nicht aufbringen kann, sich aus einem Glaubensbekenntnis zugunsten seiner reflexiven Freiheit herauszuwinden.
HansBelmondo 5 months ago
Phuck YOu! Die Antisemiten verstecken sich hinter einem Vorzeige-Juden, um ihre Ressentiments auszuleben. Danke, Moshe,für garnichts! Und die JW- Spinner würden dich ebenso hassen, wenn Israel nicht verraten würdest, aber das weißt du sicher längst, "Genosse"!
ronistrange 10 months ago