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Staatstheater Nürnberg - Maria Stuart

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Uploaded by on Jun 16, 2010

Trauerspiel von Friedrich Schiller

"Gott würdigt mich, durch diesen unverdienten Tod die frühe schwere Blutschuld abzubüßen." Geläutert und zur Märtyrerin verklärt, triumphiert Maria Stuart noch auf dem Schafott über Elisabeth. Diese gewinnt zwar die absolute Macht, muss aber mit der Schuld am unverdienten Tod Marias weiterleben.

Im Zentrum von Schillers „Maria Stuart" stehen zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die eine, Elisabeth, Königin von England, ist eine protestantisch-strenge, unverheiratete Regentin, die andere, Maria Stuart, Königin von Schottland, katholisch, lebenshungrig und bereits dreimal vermählt.

Des Gattenmords bezichtigt, flieht Maria Stuart nach England in der Hoffnung, dort Schutz zu finden. Doch Elisabeth fürchtet, dass sie Ansprüche auf ihren Thron anmeldet und lässt sie einkerkern.

Zwischen den beiden Frauen stehen aber nicht nur der Kampf um den Thron, sondern auch einige Männer auf der Suche nach Gunst und Einfluss. Graf Leicester, Geliebter Elisabeths, spielt ein Doppelspiel. Und Mortimer nimmt nur zum Schein den Auftrag an, Maria zu ermorden und überlegt, wie er sie retten könnte. Elisabeth sieht nur noch im Todesurteil gegen Maria Stuart die Chance, ihre Macht zu wahren.

Friedrich Schiller stellt in seinem Königinnen-Drama die Frage nach dem Verhältnis von Macht und Moral und dem Einfluss von privaten Gefühlen und Interessen auf die Politik.

Friedrich Schiller (1759-1805) lehrte in Jena als Geschichtsprofessor und veröffentlichte diverse Geschichtsstudien, sowie philosophische und ästhetische Schriften. Schon sehr früh war er vom Schicksal der schottischen Königin Maria Stuart fasziniert. In dem 1800 in Weimar uraufgeführten Trauerspiel „Maria Stuart" vereint er meisterhaft die Leidenschaftlichkeit seiner Jugendwerke („Die Räuber", „Kabale und Liebe") mit der analytischen Brillanz seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzungen über die Grenzen politischer Objektivität.

Category:

Entertainment

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