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Daniel Kötter - Arbeit und Freizeit (1) - Solitude

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Uploaded by on May 27, 2009

www.danielkoetter.de

»ARBEIT UND FREIZEIT (1) SOLITUDE«
Eine 8-Kanal-Videoperformance von Daniel Kötter
ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart
Sonntag, 8. Februar, 11.30 Uhr, Akademie Schloss Solitude
Klangregie: Manfred Deppe und Matthias Neumann
Mit Dubravka Sekulic, Gwen van den Eijnde, Ritta Baddoura, Christoph Ogiermann, Anita Carey-Yard, Marieanne Roth, Ernst Ludwig und Martha Fauser

4 Künstlerstipendiaten, 4 Mitarbeiter der Akademie = 8 Räume, 8 Arbeitsweisen. Die Akademie Schloss Solitude ist ein paradigmatischer Ort der Konfrontation künstlerischer und verwaltungstechnischer, handwerklicher und geistiger Arbeitsweisen, zugleich institutionalisierte Kunst-Kulisse und romantischer Rückzugsort einer der Warenzirkulation entzogenen Kunstproduktion. „Arbeit und Freizeit dokumentiert einen 60minütigen Realtime-Ausschnitt aus dem Leben der Akademie-„Insassen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Kunst, Dienst und Repräsentation - live und ungeschnitten. Was und vor allem: wer und wen produziert diese Einrichtung? Vernetzte Genies oder vereinsamte Netzkünstler, Helden der Arbeit oder Freizeitgestalter? Die 8 Arbeiter ziehen sich zurück in ihre Arbeitsräume um zu produzieren, 8 Kameras scannen die Räume 360°, indifferent gegenüber dem Geschehen. Dem Publikum im Aufführungsraum bleibt die ästhetisch distanzierte Teilhabe an den Arbeits- und Lebensklängen als konzertante musique concrète.

Arbeit und Freizeit (1) ist der erste Teil einer Trilogie über die Bedingungen der Produktion von Kunst.

"So ließ sich bei der Uraufführung der Videoperformance "Arbeit und Freizeit (1)" in der kooperierenden Akademie Schloss Solitude am Sonntagmorgen eine auf spielerische Weise inspirierende Polyfonie der Bilder entdecken: Auf acht Leinwänden zeigte der Filmemacher und Komponist Daniel Kötter eine Stunde lang in Echtzeit, was acht Stipendiaten und Mitarbeiter der Akademie in ihren Zimmern taten. Im Zusammenspiel mit projizierten Texten - Aussagen der Darsteller zum Themenkomplex Arbeit, Zeit, Kunst und Freizeit, Zitaten aus den einschlägigen Werken von Marx, Weber und Adorno - entstanden eindringliche Bilder und Gedankenfelder.

Indem sich der Zuschauer mit den Augen von einer Leinwand zur nächsten zappt und der entstehenden Musique concrète aus den einzelnen Räumen lauscht, kommt er (...) ins Nachdenken über die Entstehung und den Zweck einer Kunstproduktion, die sich jenseits der sich immer wieder selbst reproduzierenden großen Kultur-Institutionen bewegt: ungesichert zwar, dafür aber frei in Form und Inhalt und nur deshalb wirklich neu." (Stuttgarter Zeitung)

Category:

Film & Animation

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