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Unitymedia Speedcup 2010 Finale - 4. Platz für Eifeljäger Vanessa Nöth

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Uploaded by on Dec 16, 2010

Wie konkurrenzfähig ist Vanessa Nöth als Vereinsmeisterin der Eifeljäger in einem nationalen Wettbewerb? Die Antwort auf diese Frage sollte ein Vergleich lieferten 107 Piloten, die sich aus den vier Vorläufen zum Unitymedia Speed Cup für das Finale am 4.12.2010 im MS Kartcenter in Sindorf qualifiziert hatten. Das "Who-Is-Who" der regionalen Kartsport-Szene versammelte sich: Andreas Patzelt, Stephan Schultek, Dennis Höller, Markus Gill, Christoph Scheibke, Daniel Preußer, Patrick Filutowicz...

Der Modus gestaltete sich wie folgt: es gab sechs Qualifikations-Läufe mit je 16 Piloten, daraus ergaben sich nach Bestzeit in Gruppen sechs Vorläufe über 15 Runden, die besten 12 je Vorlauf kamen ins Halbfinale. Hier erfolgte die Aufstellung und Gruppenzuordnung erneut nach Bestzeit aus den Vorläufen. Aus den Halbfinalläufen über 15 Runden kamen nur noch die besten vier in das Finale. Dort wurde dann eine fünfminütige Qualifikation gefahren und das Rennen über 20 Runden gestartet um den Champion zu ermitteln.

Vanessa war an diesem Tag erstaunlich nervös und wusste noch nicht so recht wo es hingeht. Nach den Qualifying-Läufen konnte sie sich mit der siebtbesten Zeit (45,76 Sek.) für den Vorlauf warm machen. Ein Zweifel blieb jedoch, da Stephan Schultek mit dem gleichen Kart im voraus gegangen Qualifying die Zeit von 45,21 Sek. hinlegte. Was macht der anders? Die bekannten Top-Piloten fuhren zwischen 45,15 Sek. und 45,82 Sek.

Im Vorlauf musste man schmerzhaft erkennen, dass es immer noch Fahrer gibt, die Kartfahren mit Auto-Skooter verwechseln und so setzte sich ein Pilot (über den später im Finallauf auch Alexander eine leicht rote Gesichtsfarbe bekommen würde) durch ein äußerst unsportliches Fahrmanöver in Vanessas Vorlauf auf die Position 1. Zitat von Vanessa: "Ich hatte so einen dicken Hals! Ich wollte den unbedingt überholen!" Das gelang aber leider nicht.

Vanessa und der auf Position drei fahrende Markus Gill fuhren daraufhin taktisch und ließen sich gemeinsam einige Meter zurückfallen, um in Runde 13 eine Bestzeit von 45,95 Sek. (Vanessa) bzw. 45,98 Sek. (Markus) hinzulegen. Es ging ja letztlich nicht um den Zieleinlauf, sondern um die Position im Halbfinale mittels der gefahrenen schnellsten Runde. Alexander belegte in der Zeitentabelle mit einer 46,05 Sek. Rang 11 und platzierte sich auf Position drei in Gruppe 3. Vanessas Zeit war gut für Gesamtrang 8 und berechtigte zum Start 2 in Gruppe 4 des Halbfinales.

Auf Position eins in Vanessas Gruppe lag Andreas Patzelt, auf Position drei Markus Gill. Die drei beschlossen ein Nichtangriff um sich entspannt für das Finale qualifizieren zu können. Dies zeigt sich auch in ihrem Halbfinallauf: alle drei ließen genügend Abstand zueinander und sicherten sich so stressfrei die Teilnahme am Finale.

Gelang dies auch Alexander? Es war hauchdünn, denn Christoph Scheibke auf Position vier hinter Alexander fahrend lag zunächst 5 Meter zurück. Ab Runde 7 wurde Christoph dann 2-3/10tel-Sekunden pro Runde schneller und drückte nach vorne, wurde aber selbst durch den auf Position fünf fahrenden Piloten ebenfalls extrem bedrängt. Alexander konnte deshalb nicht aufmachen, da die Gefahr bestand, dann selber auf Platz 5 zu landen und das Finale zu verpassen. Es gelang tatsächlich Platz 3 zu halten. Sicherlich auch Dank Christophs zwar drängender aber fairer Fahrweise. Dies wurde für ihn auch belohnt: er konnte mit seiner ganzen Routine ebenfalls den auf Platz fünf immer stärker werdenden Piloten hinter sich halten und kam ebenfalls in das Finale. Mit Kart 11 wurde Alexander dann ein ausgesprochen schwaches Kart zugewiesen mit dem er dann im Finale nicht über Platz 15 hinaus kam. Seine Bestzeit mit 46,64 Sek. war nicht konkurrenzfähig.

Und wie schlug sich Vanessa mit dem Kart 6 im Qualifying zum Finale? Das Kart war in Ordnung und so durfte sie sich natürlich über ein gute Qualifying-Zeit von 45,74 Sek. freuen, die zum Startplatz 4 im Finale führte. Die Positionen waren bezogen und man konnte nicht wirklich unter den nun fahrenden Top-Piloten irgend welche unsportlichen Manöver erwarten. Die Tagesbestzeit fuhr Dennis Höller im Finale mit 45,05 Sek.

Der Sieger des Finales hieß am Ende Dennis Höller. Er gewann souverän vor Andres Patzelt und Stephan Schultek gefolgt auf den Plätzen 4 Vanessa sowie Markus Gill auf 8 und Christoph Scheibke auf Position 10. Es war eine gelungene und sehr gut organisierte Veranstaltung von Unitymedia und es bleibt zu hoffen, dass dies in 2011 fortgesetzt wird.

Auch die Frage nach der Qualität von Vanessas Fahrkünsten ist somit beantwortet. Dass Vanessa seit 4 Jahren den Titel des Vereinsmeisters inne hat liegt nicht an schwachen Vereinskollegen. Immerhin schaffte es auch Vater Alexander ins Finale und andere Vereinsfahrer wären dazu wohl auch in der Lage gewesen. Es liegt wohl eher an einer gewissen Extra-Portion Talent, die Vanessa in die Wiege gelegt bekommen hat.

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Autos & Vehicles

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All Comments (3)

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  • Gabs für Angestellte eine andere Zusatzgewichte-Regelung? Oder wieviel kg sind das bei 3:24 ? :-o

  • ach krass, sie ist "nur" 4. geworden.. wir waren auch da, sind im halbfinallauf rausgeflogen... aber geil wars!

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