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Vita von Angela Merici, Teil 2

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Uploaded by on Sep 15, 2007

Wahrscheinlich im Heiligen Jahr 1525 schließt sich Angela einer Pilgergruppe nach Rom an.
Während einer Privataudienz bittet Papst Clemens VII. sie um ihre Mitarbeit bei den karitativen Einrichtungen der Stadt. Aber sie lehnt auch dies ab und kehrt mit dem Segen des Papstes nach Brescia zurück. Sie weiß: Ihr Platz ist in Brescia.
1528 oder 1529 unternimmt sie wieder eine Wallfahrt, diesmal zum Sacro Monte oberhalb von Varallo. Hier ist für alle jene Frommen, die nicht selbst ins Heilige Land reisen können, der Leidensweg Jesu in Kapellen mit lebensgroßen Figuren nachgebildet.
Auf der Rückreise besucht sie bei Mailand Herzog Francesco II. Sforza, der sich ihrer geistlichen Führung anvertraut hat. Auch er bittet sie zu bleiben.
1529 flieht Angela auf Drängen von Freunden, die eine Belagerung Brescias durch die Truppen Karls V. befürchten, nach Cremona. Auch hier wird sie von Menschen jeden Standes aufgesucht und um geistliche Hilfe gebeten. In Cremona erkrankt Angela lebensgefährlich, aber zur Überraschung
aller erholt sich wieder.
1530 ist Angela wieder in Brescia. Romano hat inzwischen geheiratet. Deshalb nimmt sie das Angebot Agostino Gallos an und zieht in sein Haus gegenüber der Kirche San Clemente. Aber bald schon zieht sie aus dem komfortablen Haus in eine kleine Wohnung bei der Kirche San Barnaba und wenig später mit Barbara Fontana, einer jungen Frau, nach Sant'Afra.
Körperlich ist Angela gebrechlich geworden, aber geistig ist sie immer noch voller Energie. Sie spürt wohl selbst: Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit. Ab 1531 sammelt sie junge Frauen um sich. Sie pilgert noch einmal nach Varallo. Agostino Gallo begleitet sie, vielleicht auch einige der Frauen.
Ab 1533 treffen sie sich regelmäßig zu Gebet, Austausch und religiöser Unterweisung. Die Witwe Isabetta Prato hat der Gruppe in ihrem Haus am Domplatz einen Raum überlassen, der nach Angelas Vorstellungen als Oratorium eingerichtet und mit Fresken ausgestaltet wird.
Am 25. November 1535 gründen Angela und 28 junge Frauen die „Compagnia di Sant' Orsola", die „Gemeinschaft der heiligen Ursula".

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