Brandenburg Aktuell vom 17.10.06:
Nazis in Mahlow
Nach wie vor gehören Rechtsextreme zum Ortsbild von Mahlow. Erst am 3. Oktober hatten sie sich zusammengerottet und beim Gemeindefest zum Tag der Einheit unbeeindruckt eine kleine Reichskriegsfahne auf den Biertisch gestellt.
Auch der Bahnhof ist Treffpunkt für Neonazis. Abgeordnete der Gemeindevertretung mahnen immer wieder die Situation an, sprechen davon, dass es dem Bürgermeister nur immer um das Image der Gemeinde ginge, nicht aber darum, aktiv und überzeugend Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.
„Mahlow ist eine brandenburgische Gemeinde wie viele andere, zumindest auf den ersten Blick. Doch wer genauer hinsieht, muss feststellen: Immer wieder verbreiten Rechtsextreme ihre Botschaften: braune Sprüche, dumpfe Parolen.
Linke Jugendliche wie Thomas und seine Freunde müssen sich vor allem in der Bahnhofsgegend vorsehen. Immer wieder kommt es hier zu Pöbeleien und tätlichen Angriffen junger Neonazis.
Am 3.Oktober 2006 fanden die Einheitsfeierlichkeiten in der Gemeinde statt. Vor der Sparkasse stand die Hauptbühne. Davor befand sich ein Biertisch mit Jugendlichen, die eine kleine Reichskriegsflagge aufgestellt hatten. Offen war sie für jedermann zu sehen. Thomas und seine Freunde fotografierten heimlich das Geschehen.
Auch die CDU-Gemeindevertreterin Regina Bombke nimmt in letzter Zeit wieder verstärkt Übergriffe und Drohungen gegen linke und anders denkende Jugendliche wahr. Und auch sie wendet sich entschieden gegen das Weggucken der Erwachsenen. Ignorieren und die Straßenseite wechseln ist zehn Jahre nach dem rassistischen Überfall auf Noel Martin in Mahlow immer noch an der Tagesordnung.
Genau am 3. Oktober warb Brandenburgs Ministerpräsident Matthais Platzeck in London gemeinsam mit dem querschnittsgelähmten Martin für mehr Toleranz. Und in Mahlow hat am selben Tag niemand eine Reichskriegsflagge gesehen - außer ein paar linken Jugendlichen
Gegen Rechtsextremismus kämpfen, genau Hinsehen - das fordert auch Noel Martin immer wieder - gerade von den Menschen in Mahlow. Gehört haben ihn offenbar noch längst nicht alle.
Beitrag von Jo Goll
nazischwein christof schack aus ludwigsfelde aufs maul!
AntifaTF 5 years ago