Bis in die 70er Jahre stellte die Pharmaindustrie Medikamente her, um Krankheiten zu heilen. Seitdem steht sie - zumindest teilweise - im Verdacht, dass sie auch Krankheiten schafft, um Medikamente zu verkaufen. Die in Forschung und Entwicklung getätigten Investitionen müssen sich nicht erst nach langer Zeit, sondern möglichst schnell rentieren - so fordert es eine kapitalistische Logik. Ob es sich um überhöhte Cholesterinwerte, Depressionen, bipolare Störungen oder Impotenz handelt - die Dokumentation versucht herauszubekommen, inwieweit Pharmabetriebe Strategien verfolgen, die Menschen in Kranke - das heißt in Medikamentenverbraucher - verwandeln. Dabei werden Mediziner und Gesundheitsbehörden zu mehr oder weniger passiven Komplizen dieser Methoden.
Schenkt man den Aussagen des Films Glauben, scheint die bewusste Förderung von Krankheiten, im Fachjargon auch "Condition Branding" genannt, im Begriff zu sein, die moderne Medizin in ein riesiges Marketingunternehmen zu verwandeln, in dem die Wissenschaft in den Dienst der Industrie und nicht mehr in den der Patienten gestellt wird.
Sehr interessante Doku. Vielen Dank fürs Hochladen.
2011rosarot 1 month ago
Es ist definitiv so, das die Pharmafirmen logischerweise danach trachten die Marktanteile und Umsätze zu erhöhen. Kein Manager wird dafür bezahlt, die Umsätze zu senken nur um die Patienten zu schonen. Manager werden dafür bezahlt, das neue patentierte Produkte auf den Markt kommen und auch gekauft werden. Ob sie verwendet werden (Schweinegrippe) oder ob sie helfen (Contergan, Lipobay) ist ihnen egal, wahre Sachverhalte werden vertuscht, Studien werden frisiert und geschönt, andere unterdrückt.
albertpucher 2 months ago in playlist Liked videos
In den 70ern war die medizinische Versorgung größtenteils schlecht. Ich jedenfalls fühle mich heute deutlich besser versorgt als damals. Das liegt natürlich vorwiegend an den technischen Voraussetzungen, trotzdem, in der Zusammenschau hat sich einiges verbessert.
Vrinoxify 3 months ago