Valencia - beeindruckende Architektur

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Uploaded by on Dec 3, 2009

Hinter den trotzigen Stadttoren der Altstadt drohten viele Altbauten Valencias zu zerfallen. Architekt Ramon Esteve hat in der Nähe einen Neubau errichtet, der sich äußerlich dem historischen Stadtbild anpasst. Auf drei Etagen lebt Esteve seine Idee des Essentiellen. Das in strengem schwarz weiß gehaltene minimalistische Mobiliar verbirgt hinter Schiebetüren und Klappen die Dinge des täglichen Bedarfs. Ramon Esteves Devise: das Notwendigste ist grade genug.
„Die essentielle Architektur ist kompliziert. Das Rezept ist nicht auf etwas zu verzichten, die Formel lautet: das nötigste ist alles."
Der gefragte Stararchitekt zeigt uns seine Wohnung. Auffallend ist die angenehme Kühle in den Räumen. Die hölzernen Jalousien in Schlafräumen und Bad spielen mit dem Licht, lassen aber die sommerliche Hitze nicht ein. Während die Privatwohnung von Ramon Esteve als gelungene Symbiose eines Neubaus mit einem alten Stadtviertel gilt, ist dieses alte Kino in Valencias Innenstadt ein Beispiel für einen anderen Trend.
Viele Filmtheater stehen leer, weil große Kinocenter ihre Aufgabe übernommen haben. Jetzt hat dieses Lichtspielhaus ganz andere Präsentationsaufgaben, Lampen und Möbel auf mehreren Etagen. Auch die ehemaligen Büroräume des Kinos sind jetzt öffentlich.

Vom Shoppen und Sightseeing müde? Kein Problem! Weite Strände direkt vor den Toren der Stadt bedeuten Naherholung auch für die 800.000 Einwohner von Valencia. Während viele hier in der Sonne liegen, werden draußen Segelregatten ausgetragen. Für den Americas Cup wurde Valencias alter Industriehafen komplett neu gestaltet. Die alten Lagerschuppen dienen als malerische Kulissen für moderne Zweckbauten. Hier z.B. ist das spanische Segelteam zu Hause. Entspannen werden sich in diesen Räumen die Gäste, die den Wettkampf 2007 aus der Nähe verfolgen wollen. Neben der VIP-Lounge und den Räumen für die Crew gibt es draußen schattige Plätze mit guter Sicht auf die ein- und auslaufenden Boote. Noch näher dran am Geschehen sind die Gäste des „foredeck. Die Architekten Chipperfield und Vásquez schufen diesen Bau mit Tagungssälen, VIP-Lounge, Bars und Restaurants auf insgesamt 10.000 Quadratmeter.

Ebenfalls neu in Valencia ist die Stadt der Künste und Wissenschaften. Dort befindet sich der Parco Oceanogràfico, die größte Einrichtung dieser Art in Europa. In seinen Aquarien können Besucher Haie, Delfine und kleine Fische beobachten. Die Entwürfe des Valencianers Ramon Esteve sind auch hier sehr gefragt. Der Gebäudekomplex des Principe Felipe Forschungszentrums folgt seiner essentiellen Architektur. Santiago Calatrava hat diese futuristischen Gebäude entworfen. Natur und Fantasie sind die Vorbilder und ganz sicher auch der große katalanische Künstler Gaudi. Mit dem Bau des modernen Viertels ist ein längst notweniger Kunstgriff gelungen. Es verbindet nämlich die Kernstadt Valencia mit dem einige Kilometer entfernt liegendem Meer. Mitten im künstlichen See liegt das IMAX-Kino und gleich neben der Palacio de las Artes Reina Sofía, das Opernhaus. Seine Keramikfassade bildet den glänzenden Schlusspunkt des neuen Viertels.

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