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Doku: Die Schattenarmee der USA im Irak ARD

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Uploaded by on Nov 30, 2011

Constantino Rodrigues, Desmond D' Souza, Purna Bahadur, Pelli Chelliah, Dinesh Kumar, Amar Malinga: verletzt oder getötet im Irak. In keiner Statistik erfasst, keiner kennt sie, die unsichtbaren Opfer des Krieges im Irak. Rund 80.000 Gastarbeiter, sogenannte "Third Country Nationals" aus Indien, Pakistan, Sri Lanka, Nepal, Bangladesh, Thailand oder von den Philippinen sind Teil der Operation Iraqi Freedom. Sie sind nicht Teil der "Koalition der Willigen", sondern lediglich im Irak, um ihre Familien zu unterstützen. Unter anderem als Köche, Busfahrer, Toilettenreiniger, Straßenfeger, Schreiner und Friseure tragen sie dazu bei, die gesamte Infrastruktur in den amerikanischen Stützpunkten aufrecht zu erhalten.

Großteils sind sie illegal im Irak, denn ihre Heimatländer verbieten Reisen dorthin; in keiner Weise versichert, untergebracht in menschenunwürdigen Unterkünften verdienen sie durchschnittlich 400 Dollar pro Monat. Die Angehörigen dieser Schattenarmee genießen kaum Schutz oder Absicherung. Am 30. August 2004 köpfen Aufständische vor laufender Kamera zwölf Gastarbeiter aus Nepal. "Wir haben sie hingerichtet, weil sie hierher gekommen sind, um Juden und Christen in ihrem Krieg gegen den Islam zu unterstützen", sagte einer der maskierten Henker. Eine Woche später wurden sechs pakistanische LKW-Fahrer hingerichtet. Die Familien bekamen 2.000 US-Dollar als Entschädigung.

Und so funktioniert das System: Ein Inder beispielsweise bezahlt einer skrupellosen "Arbeitsagentur" in Mumbai ca. 3.000 Dollar für einen Job in den Golfstaaten, ausdrücklich nicht im Irak. Illegal wird er dann nach Dubai oder Kuwait gebracht und dort an arabische Firmen wie "Prime Projects" oder "First Kuwaiti Construction" weiterverkauft. Diese Firmen sind Subunternehmer von Kellogg, Brown & Root (KBR). Die KBR, eine Halliburton-Tochter, ist vom Pentagon beauftragt, die Infrastruktur in den Garnisonen instand zuhalten. Der Inder wird nun vor die Wahl gestellt, entweder im Irak zu arbeiten oder wieder in seine Heimat abgeschoben zu werden.

Die Sendung verfolgt die Schicksale zweier Inder aus Salcete, Goa. Der 19-jährige Desmond D' Souza wurde in der Marine Base Al Asadrquote psychich krank. Er wurde kurzerhand in seine Heimat abgeschoben. Ohne Entschädigung. Der 39-jährige Constantino Rodrigues wurde durch einen Raketenangriff der Aufständischen schwer verletzt. Er verlor ein Bein und ein Auge. Das Fernsehteam war dabei, als Constantino in ein Krankenhaus in Bagdad eingeliefert wurde. Diese Art von Öffentlichkeit hat ihm sein Schicksal etwas erleichtert. Dem ARD-Team ist es gelungen die beiden Inder und ihre Familien über Monate hinweg zu begleiten. Im Irak, in Kuwait und in ihrer Heimat Indien. Zwei Schicksale von Tausenden, die für die unsichtbaren Opfer der Schattenarmee im Irak stehen.

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All Comments (4)

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  • @Jacktel3000

    du hast keine ahnung.. die lachen weil sie müssen ,, das heisst das verdrängen der angst dass einem diesem bombe hätte treffen können,

  • Blackwatter sind abscheulich, die Armee ist aber auch nicht ohne.Schließlich sind alle Blackwatters ex Soldaten.Man spricht immer von der Fanatismus der Islamisten , was soll man aber von der Amys sagen. Die verherlichen Gewalt. Man beachte nur die große Freude der Soldaten als das Auto gesprengt wurde. Das war keine Erfolgsfreude sondern einfach Gewaltgeilheit...

  • Naomi Klein: Die Schockstrategie. Das dazu lesen.

  • Gute Doku. Hat aber auch eine Schattenseite. was hier nicht gezeigt wird, ist die übergabe des Filmaterials an die Amys So wurden quasi die Iraker auf dem Tablet serviert.Wie hat der gute Ghandi mal gesagt " die Erde kann uns alle in Überfluss ernähren , unser Hunger und Durst stillen , unser Gier aber nicht.Ist zu beachten wie Kony`s Frau jammert obwohl es Ihr offensichtlich nicht ganz so schlecht geht.Kein Wort in der Art, mein armer Kony. Scheiss Welt

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