Filmfassung mit der Improvisation vom 19/10/2010 in Mondercange (Luxemburg).
Das Konzert wurde organisiert von den Uergelfrënn Monnerech in Zusammenarbeit mit Noise Watchers Unlimited a.s.b.l.
Paul Kayser verwendet in seiner Improvisation zum Stummfilm Faust etliche Leitmotive, so z.B. die übermässige Quart (Tritonus, „Diabolus in musica") zur Charakterisierung von Mephisto oder der Pentatonik verbundene Quint/Quartakkorde zur Untermahlung überirdischer (göttlicher) Erscheinungen. Wie ein roter Faden jedoch durchzieht das „Dies irae" die improvisierte Filmmusik. Am Anfang dieses Ausschnitts kann man ein luxemburgisches Volkslied („Hämmelsmarsch") erkennen, welches hierzulande hauptsächlich zur Ankündigung der „Kirmes" (Kirchweihfest) gespielt wird. Dieses Thema wird der Dramatik entsprechend zunehmend verzerrt um schliesslich zum „Mephistomotiv" zu mutieren. Die mystische Stimmung am Ende des Ausschnitts sowie an anderen ähnlichen Stellen des Films werden mit sogenannten „Mixturklängen" respektive dissonannten Akkorden im pp-p untermahlt.
Grandios, Paul. Mai Lieblingsdeel ass den Opbau ab 9:07. Marco
SoundFieldStudios 1 year ago