Oper
Musik. Lukas Haselböck
Text. Kristine Tornquist nach Leo Perutz
9 Opern in 9 Wochen
Ausschnitte aus der Urauführung
19.Juni 2009
Wien, Expedithalle der Brotfabrik
sirene Operntheater Wien
www.sirene.at
Dirigent: Francois-Pierre Descamps
Regie. Kristine Tornquist
Bühne. Jakob Scheid
Kostüm. Markus Kuscher
Licht Edgar Aichinger
Kaiser Rudolf II: Rupert Bergmann
Mordechai Meisl: Johann Leutgeb
Philipp Lang: Petr Strnad
Brabanzio, Prager Maler: Erik Leidal
Flickschneiderin: Heidemaria Gruber
Esther: Barbara Braun
mit einer Skulptur nach Arcimboldo von Sabine Maringer
ensemble_online :
Flöte. Sylvie Lacroix
Bassk larinette. Gregor Narnhofer
Vibraphon. Igor Gross
Harfe. Angela Radanovics
Violine. Thomas Wally
Viola. Jacqueline Kopacinski
Violoncello. Jörg Ulrich Krah
Kontrabass. Caroline Menke
Das sireneOperntheater bringt mit dem Festival „Nachts von 22. Mai bis 18. Juli einen Roman auf die Bühne. 9 Wiener Komponisten vertonen in 9 Episoden Leo Perutz´ Roman „Nachts unter der Steinernen Brücke. In nur einer Woche werden die einstündigen Kammeropern spontan und leichtfüssig in der grossen denkmalgeschützten Expedithalle der Brotfabrik in Szene gesetzt. Leo Perutz versammelt in seinem Roman Mythen aus der Geschichte seiner Geburtsstadt Prag und eröffnet so einen Gedankenraum zwischen Realität und Fiktion. Seine Erzählungen verzichten darauf, die dokumentierten Wirklichkeiten der Geschichte bei ihren Namen und Zahlen zu nennen, der Autor folgt vielmehr seiner eigenen Mythomanie und hält kollektive Geschichten der Vorstellung und Erinnerung fest, die unzerstörbar sind und unendlich fortgesetzt werden können, über alle harten historischen Fakten hinaus. Kaiser Rudolf II. treibt die Geschichten dieses Romans mit seiner Sammelleidenschaft voran und so wird seine Wunderkammer zu einem wiederkehrenden Bezugspunkt. An jedem Premierenabend einer Wunderkammer-Oper wird daher auch eine „Ausstellung eröffnet. Gezeigt werden neun verschiedene Sammlungen, die Künstlerinnen, Künstler und, nicht zufällig, auch eine Historikerin angelegt haben und fortführen. Die gesammelten Dinge bilden ein kreatives Archiv, einen Schauplatz der Obsessionen und wollen dabei doch auch historische Ordnungen schaffen. Die ausgestellten Sammlungen geben dabei Weltbilder wieder und eröffnen Einblicke in kreative Prozesse. Sie sind individueller Ausdruck jeder Berührung mit der Gesellschaft, stellen den Anschluß zwischen individueller Projektion, aufgeklärter Welterfassung und modernen Konsumwelten her.
Wundervoll! Die musikalische Umsetzung dieses Themas ist klar und eindrucksvoll... "wenn ich eines Menschen Bildnis male"... eine Musik wie ein Sommernachtstraum! Kompliment an den Komponisten. Ein Wiener Vollblut-Musiker!
sissywien 1 year ago