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Der Tod von Klaus-Jürgen Rattay

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Uploaded by on Jun 10, 2010

Bei einer Demonstration gegen die Räumung von acht besetzten Häusern („Lummerland ist abgebrannt"), geriet Klaus-Jürgen Rattay am 22. September 1981 auf die Fahrbahn, wurde von einem Bus der BVG erfasst und tödlich verletzt. Einige Hausbesetzer behaupteten nach dem Unfall, er sei von der Polizei auf die Fahrbahn gedrängt worden. Diese Aussagen wurden im anschließenden Gerichtsverfahren nicht bestätigt. Der Staatsschutz behauptete seinerseits, Rattay sei mit einem fotografierten Demonstranten identisch, der unmittelbar vor der Räumung in der Winterfeldtstraße Barrikaden mit Benzin angezündet habe. Augenzeugen und Betroffene fanden sich zu einem Schweigemarsch zusammen, hielten eine Mahnwache mit Kerzen ab und legten am nächsten Tag eine Gedenkstätte für ihn an. Auch im Ausland, insbesondere in Amsterdam, kam es in Verbindung mit den Berliner Vorfällen zu Ausschreitungen. Die Berliner Polizei räumte wenige Tage später erneut ein besetzes Haus in der Pohlstraße 59 im Bezirk Tiergarten.
Drei Wochen nach dem Tod Rattays bildete sich eine „unabhängige Untersuchungskommission", der unter anderen Bundesverfassungsrichter a. D. Martin Hirsch, Professorin Uta Ranke-Heinemann und Pfarrer Jörg Zink angehörten. Nachdem die Ermittlungen noch im Dezember desselben Jahres eingestellt worden waren, bemühten sich die Eltern des Neunzehnjährigen vergebens um Wiederaufnahme des Verfahrens, die im August 1982 abgelehnt wurde.
Ein Augenzeuge gab dem Tagesspiegel am Abend der Vorfälle eine ganz andere Darstellung: Rattay habe zu der Menge gehört, die von der Polizei in der Bülowstraße in Richtung Potsdamer Straße getrieben worden sei. Als der Bus kam, habe er auf der Kreuzung gestanden, zunächst mit dem Rücken zu dem Fahrzeug, dann mit dem Gesicht. Der Busfahrer sei voll auf ihn zugefahren und habe Rattay frontal erfaßt. Bis zu diesem Zeitpunkt sei der Bus nicht mit Steinen beworfen worden. Der Bus sei trotz des Anpralls weitergefahren, habe dann zwar kurz abgebremst, aber seine Fahrt fortgesetzt, bis er von Passanten gestoppt wurde. Erst dann sei er durch Steinwürfe beschädigt worden. Diese Version, daß Rattay ohne weiteres überfahren worden sei, veröffentlichte am Abend auch ein "Ermittlungsausschuß" unter Berufung auf 25 Zeugen.
http://new.squat.net/archiv/berlin/22.9.81/

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News & Politics

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All Comments (22)

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  • Der Busfahrer ist mein Nachbar, denn seine Tochter sagte er hat arbeit! Kann ich Euch vorspielen, in Bunt und in Farbe!

  • Statt SPRINGER hat mitgeschossen,

    SPRINGER hat den Bus gefahren!

  • alter so was macht man nicht(5:33) da kann man mal menschlichkeit zeigen und die trauernlassen.

  • Hat sich nicht viel geänder seit damals, oder?

  • heinrich Lummer ein absoluter kranker spinner!

  • mh also aus meiner sicht sieht das so aus als wär da die Staatsmacht noch schwer von 1940 geprägt naja was soll man da machen...

  • alle bullen verbrennen, der staat  interessiert sich nicht die bedürfnisse der bürger das soll demokratie sein wohl kaum,

  • keiner wird vergessen auch nicht 30 jahre danach!

    STAY REBEL!

  • Damals wurden viele als Demonstranten verkleidete "Staatsdiener" enttarnt! Selbst Rias -Reporter wurden verprügelt,TV-Teams von völlig enfesselten Polizisten angegriffen.

  • @Blacklight1975 Beim einsetzen von Gewalt (gegen Ungerechtigkeit) geht es auch nicht in erster Linie darum ein Zeichen zu setzt, sondern etwas zu verändern. Außerdem würde dieses Land heute wahrscheinlich immer noch in einer Monarchie leben, wenn es nicht die deutsche Revolution gegeben hätte, welche nicht als gewaltlos zu beschreiben ist. Gewalt ist leider oftmals notwendig um Situationen zu verbessern... wären die Machthabenden nur nicht immer so stur... Weiteres Statement folgt...

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