Zwei Vietnamesen, die seit letztem Jahr im Gefängnis sitzen, weil sie Radiosignale nach China ausgestrahlt hatten, sollten am Donnerstag vor Gericht stehen.
Doch die Verhandlung wurde Donnerstagmorgen spontan verschoben. Bereits im April war ein Gerichtstermin abgesagt worden, nachdem sich Reporter ohne Grenzen für die beiden Angeklagten eingesetzt und der Fall international großes Interesse auf sich gezogen hatte.
Wie die US-Botschaft in Hanoi der Zeitung Epoch Times mitteilte, wollte ein Mitarbeiter der Botschaft am Donnerstag zum Prozess gehen.
Die Verhaftungen von Vu Duc Trung und dessen Schwager Le Van Thanh, beide Falun Gong-Praktizierende, folgten dem Druck der Kommunistischen Partei Chinas, die Verfolgung der Falun Gong-Bewegung auch auf Vietnam auszubreiten.
Laut Angaben des Falun Dafa Informationszentrums wird in China alle drei Tage ein Falun Gong-Praktizierender getötet. Die Vietnamesen wollten mit ihrem privaten Radiosignal die Medienblockade in China umgehen, und auf diese Situation aufmerksam machen.
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