Alert icon
We're changing our privacy policy. This stuff matters.  Learn more  Dismiss

Jakob - Storyboard-Spezialisten und Kulturredaktionen

Loading...

Sign in or sign up now!
Alert icon
Upgrade to the latest Flash Player for improved playback performance. Upgrade now or more info.
557 views
Loading...
Alert icon
Sign in or sign up now!
Alert icon

Uploaded by on Aug 6, 2010

"Jakob" ist eine grafisch wunderbar umgesetzte Geschichte von Felix Mertikat und Benjamin Schreude. Für die besinnliche, philosophische, einfühlsame Geschichte, ihren Verlauf und dem natürlichen Zeichenstil mit entsprechender Farbgebung, hatte man sich bereits auf dem Comic-Salon 2010 gern Zeit genommen.
Die längere Reportage:
http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/arte-journal/3366200.html
http://www.graphic-novel.info/?tag=jakob
http://martin-boisen.blog.de/2010/03/30/jakob-felix-mertikat-benjamin-schreud... )

"Jakob" und "Ein Vertrag mit Gott"
Zwei Beiträge. Zwei Kulturredaktionen. Französisch und deutsch. Zwei Darstellungen einer Kunst und Kultur.

Ich denke, hier zeichnet sich klar die Ablehnung der deutschen Kulturredaktion von "Kulturzeit" gegenüber den graphic novels ab. Eine visuelle Erzählung, also die graphic novel unter die Rubrik Kinderbuchtipps zu zeigen und übersetzt "für die größeren Kinder" zu diskreditieren - das gerade bei Will Eisners "Vertrag mit Gott" ( http://www.youtube.com/watch?v=-ztq4Xd8amE ) - scheint ja doch mehr ein Witz aus der Buchstabensuppe zu sein.
Diese Diskreditierung ist schade, gerade für ein Bildmedium. Es geht im deutschen, medial gut geschmierten Literaturbetrieb stets um die Schriftsprache. Die zeichnerische Kunst oder die Erkenntnis, dass Spannung und Bewegung auch sehr beeindruckend per Storyboard aufgebaut werden kann, wird hier doch eher verdrängt und sonst nur für den gedrehten Film akzeptiert.

Die Ausstellungsflächen für graphic novels konkurrieren in den Buchhandlungen eindeutig mit den Taschenbuchregalen und sonstigen Neuerscheinungen. Der Literaturbetrieb wird bevorzugt bedient. Achtung ein 2-Parteien-System auf dem Buchmarkt! ( http://www.youtube.com/watch?v=bXDIeGrNLOk )
Graphic novels brauchen nicht einmal Neuerscheinungen zu sein, die Zeichnungen wirken länger auf die Empathie ein und ziehen im Handel und in den Familien der Kunden mehr Aufmerksamkeit auf sich.
Autoren und Künstler, die ihre Erlebnisse in Bildern ausdrücken können, werden nicht etwa in die Werbetalkshows der verschiedensten Sender eingeladen. In der NDR-Talkshow z. B. werden Bücher von Schauspielern, Alltagswitz- und Possenreissern, Journalisten und Sportlern vorgestellt. Zeichen- und Bildkünstler waren bis dato noch nicht darunter. Eine arme Bilanz. Es wäre schon interessant wenn Ulli Lust zwischen Schriftstellern in der Runde der NDR-Talkshow über ihr Buch berichten könnte, welches in kürzester Zeit in mehren Ländern gut angenommen wurde und in welcher Weise es über die Denkweisen und Traditionen in Teilen Italiens etwas preisgibt - schnell und kulturübergreifend erfassbar.
Aber nur keine massenmediale Ausmerksamkeit und Interesse an visueller Belletristik aufkommen lassen. Der Literaturbetrieb scheint in Deutschland abgeschirmt. Die Kulturredaktionen der deutschen Radiosender sind da bereits weiter.
Übrigens hier mehr von Ulli Lust per Originalton im Interview zu ihrem Buch.
Podcast zum Literaturmagazin des WDR5-Radio vom 17.07.2010
http://medien.wdr.de/m/1279294191/radio/buecher_wdr5/wdr5_buecher_20100717_23...

  • likes, 0 dislikes

Link to this comment:

Share to:
see all

All Comments (0)

Sign In or Sign Up now to post a comment!
Loading...

Alert icon
0 / 00Unsaved Playlist Return to active list
    1. Your queue is empty. Add videos to your queue using this button:
      or sign in to load a different list.
    Loading...Loading...Saving...
    • Clear all videos from this list
    • Learn more