Pelzfarmen in Skandinavien

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Uploaded by on Oct 21, 2011

In Skandinavien werden fast 2 Drittel aller Pelztiere weltweit gehalten und getötet. Nach Angaben der österreichischen Kürschnerinnung stammen praktisch alle Rohpelze, die in Österreich zu Kleidungsstücken verarbeitet werden, aus Skandinavien. Grund genug für den Verein Gegen Tierfabriken im Oktober und im November 2003 für insgesamt 3 Wochen nach Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark zu fahren und die Pelzfarmen dort zu filmen und zu fotografieren.
Auf den 80 Pelzfarmen, die vom Verein Gegen Tierfabriken in den 3 Wochen besucht worden sind, befanden sich Millionen von Nerzen und zig Tausende von Füchsen. Alle diese Tiere wurden Tage oder Wochen nach diesen Aufnahmen grausam getötet, entweder vergast oder mit Elektroschock innerlich verbrannt. Und nur, damit ihre Haut die Krägen, Kapuzen oder sogar Handtaschen von Kunden u.a. in Österreich schmücken kann.
Die Pelzfarmen in Skandinavien sind um nichts besser als die in Osteuropa. Vielleicht sind manche sauberer, aber für die festgehaltenen Tiere ist die Situation ununterscheidbar und die Farmen sind generell größer. Die Nerze haben üblicherweise Käfige mit 30cm x 90cm für 2 Tiere, und die Füchse 50cm x 60cm, auch zuweilen für mehrere Tiere. Die großen Füchse können in diesen winzigen Käfigen nicht einmal einzeln stehen, ohne an eine Seitenwand des Käfigs anzustoßen.
In der Nord-West Region Finnlands befinden sich praktisch alle Pelzfarmen des Landes. Pelzfarmen sind dort eine der wichtigsten Industrien. In Nykarleby gibt es z.B. 350 Pelzfarmen bei 7000 EinwohnerInnen, d.h. praktisch jedeR EinwohnerIn muss zumindest mit PelzfarmerInnen verwandt sein oder sie sehr gut kennen.
Superfüchse, in der Natur nicht lebensfähig und nur unter Schmerzen in der Lage zu gehen, haben doppelt soviel Pelz wie normale Füchse. Ein klassisches Beispiel einer sogenannten Qualzucht.
Obwohl Dänemark der weltgrößte Nerzproduzent ist, und die Nerzfarmen überall verteilt sind, ist die Tierrechtsbewegung dort aber vergleichsweise am schwächsten und daher die Unterstützung durch lokale Gruppen am geringsten.

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