sirene Operntheater 2009 - Festival Nachts - 1 - Nachts unter der steinernen Brücke

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Uploaded by on Oct 28, 2009

Oper
Musik. Rene Clemencic
Text. Kristine Tornquist nach Leo Perutz

9 Opern in 9 Wochen

Mitschnitte aus der Uraufführung am 22.5.2009
Wien, Expedithalle der Brotfabrik
sireneOperntheater
www.sirene.at

Dirigent : François-Pierre Descamps
Regie. Kristine Tonquist
Bühne. Jakob Scheid
Kostüm. Markus Kuscher
Licht. Edgar Aichinger
Idee und Produktion. Jury Everhartz

Rabbi Löw : Dimitrij Solowjow
Kaiser Rudolf II : Rupert Bergmann
Mordechai Meisl = Wuk Rosenberg : Johann Leutgeb
Philipp Lang : Petr Strnad
Esther Meisl = Blümchen, Geist e. toten Kindes : Romana Beutel
Asael : Armin Gramer
Chor im Hemd :
Einstudierung : Andreas Salzbrunn
Martina Daxböck. Susanne Kurz. Maria Schweinberger. Barbara Brandl. Katharina Bilak. Cornelia Rupert. Daniel von Chamier. Florian Hartl. Robert Schimkowitsch. Michael Weiland. Konstantin Tarko. Alexander Tarko
Maschinisten. Sabine Maringer. Karlo Svetlicic

ensemble_online :
Violine. Annelie Gahl
Viola. Andrew Jezek
Violoncello. Maria Frodl
Kontrabass. Tibor Kövesdi
Schlagwerk. Berndt Thurner
Horn. Marcus Schmidinger
Trompete. Alfred Gahl
Posaune. Bernhard Rainer
Tuba. Hannes Haider

Das sireneOperntheater bringt mit dem Festival „Nachts von 22. Mai bis 18. Juli einen Roman auf die Bühne. 9 Wiener Komponisten vertonen in 9 Episoden Leo Perutz´ Roman „Nachts unter der Steinernen Brücke. In nur einer Woche werden die einstündigen Kammeropern spontan und leichtfüssig in der grossen denkmalgeschützten Expedithalle der Brotfabrik in Szene gesetzt. Leo Perutz versammelt in seinem Roman Mythen aus der Geschichte seiner Geburtsstadt Prag und eröffnet so einen Gedankenraum zwischen Realität und Fiktion. Seine Erzählungen verzichten darauf, die dokumentierten Wirklichkeiten der Geschichte bei ihren Namen und Zahlen zu nennen, der Autor folgt vielmehr seiner eigenen Mythomanie und hält kollektive Geschichten der Vorstellung und Erinnerung fest, die unzerstörbar sind und unendlich fortgesetzt werden können, über alle harten historischen Fakten hinaus. Kaiser Rudolf II. treibt die Geschichten dieses Romans mit seiner Sammelleidenschaft voran und so wird seine Wunderkammer zu einem wiederkehrenden Bezugspunkt. An jedem Premierenabend einer Wunderkammer-Oper wird daher auch eine „Ausstellung eröffnet. Gezeigt werden neun verschiedene Sammlungen, die Künstlerinnen, Künstler und, nicht zufällig, auch eine Historikerin angelegt haben und fortführen. Die gesammelten Dinge bilden ein kreatives Archiv, einen Schauplatz der Obsessionen und wollen dabei doch auch historische Ordnungen schaffen. Die ausgestellten Sammlungen geben dabei Weltbilder wieder und eröffnen Einblicke in kreative Prozesse. Sie sind individueller Ausdruck jeder Berührung mit der Gesellschaft, stellen den Anschluß zwischen individueller Projektion, aufgeklärter Welterfassung und modernen Konsumwelten her.

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