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Adorno über die verwaltete Welt

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Uploaded by on Aug 27, 2010

Die drei Hauptbeobachtungsfelder der Kritischen Theorie sind die Ökonomie, die Entwicklung des Individuums und die Kultur. In einer Kombination marxistischer und psychoanalytischer Perspektiven wird insbesondere die Gesellschaft kritisch betrachtet. Sie wird nicht nur als eine Gesamtheit von Menschen in einer bestimmten Zeit aufgefasst, vielmehr werden gesellschaftlichen „Verhältnisse analysiert, die dem Einzelnen übermächtig gegenüberstehen und den Charakter und die Handlungsmöglichkeiten der Menschen einschränken. Eine besondere Mittlerrolle bei der Stabilisierung von Herrschaft kommt dabei der familiären Sozialisation (Familie als „psychosoziale Agentur), den Massenmedien und der Massenkultur zu.
In der kapitalistischen Gesellschaft trete durch zunehmende Technisierung, wissenschaftlichen Fortschritt und der daraus resultierenden Bürokratie eine Entfremdung ein: die Bedeutung des Individuums gehe verloren. Zwar habe aufklärerische Vernunft das Erlangen von wahren Erkenntnissen über die Welt als das Wesen des Menschen angesehen, doch habe sich diese Vernunft zu einer „instrumentellen und „zweckbestimmten gewandelt. Diese instrumentelle Vernunft betrachte die Welt und die Menschen einzig unter dem Aspekt des Nutzens. Die Beziehungen zwischen den Individuen werden, so die Argumentation, unter Auflösung tradierter Bindungen weitgehend versachlicht und objektiviert. Sie reduzierten sich zunehmend auf bloße Tauschverhältnisse.
Am Ende entsteht demnach eine „total verwaltete Welt, die gegenüber dem Einzelnen umfassende soziale Kontrolle ausübt und Idealismus, Nonkonformismus, Unkonventionalität oder Kreativität - als ihrem Charakter entgegenlaufend - konsequent unterdrückt.

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News & Politics

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All Comments (22)

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  • @brentisone

    Du denkst wirr, bolschewistisch und ungesund.

  • @57Tanja - dann "verdient" er weniger, mir kommen die Tränen!

    Was für ein schlichtes Gemüt muss man den sein/habenm ,um so etwas hier von sich zu geben? Wer bestimmt denn über den "Verdienst"? Alle, als Mitglieder einer basis-demokratische und gerechteren Gesellschaftsordnung mit gemeinsamen Anrechten an den gemeinsamen, allgemienen Ressourcen oder eine elitäre Standesgesellschaft, die allen "Schwächerne" /ob Tier oder Mensch) das raubt und stielt, was sie nicht genügend verteidigen?

  • wie engmaschig die soziale Kontrolle geworden ist über TV-Serien, Facebook, die Omnipräsenz von Bildschirmen, die einem sagen, in welcher Sekunde man mit welcher Betonung welches Grunzen von sich zu geben hat, das hätte sich Adorno in seinen schlimmsten Alpträumen wohl nicht vorstellen können. Selbst Orwells 1984 wirkt doch, sofern man noch einigermaßen die Sinne beisammen hat, wie ein Idyll aus der guten alten Zeit. Aber die Kommunikationswissenschaftler jubeln ja ob des Kommunikationsangebots.

  • Gezwungen wird dazu niemand. Jeder kann da "aussteigen", bzw. sein Leben anders organisieren. Aber dann verdient er weniger...

  • "Auswandern", Jörg? EinWandern, zu Dir kommen und den aufgesetzten Rahmen sprengen. Überall wo der Mensch hin geht, nimmt er sich mit, also auch seinen Automatismus zu "funktionieren".Konditionierun­gen erkennen und ES handelt wie von selbst.

  • @MrErfurter sehr gut! und was muss man deswegen tun? auswandern. dort, wo die natur ist. isolation. gemeinschaft. rettung!

  • @malunamaba Meine Güte, dieser feminizistische Unsinn immer. Verhalte dich wie ein Mann, dann wirst du wie einer behandelt. Gilt für beide Geschlechter.

  • @Kommentator888 laber doch nicht...

  • @malunamaba Wer das Angeborensein seines Geschlechtes leugnet, der lehnt sich gegen den SCHÖPFER auf.

    Deine Meinung entspricht der Gender-Ideologie, die zu nichts anderem erfunden wurde, als dazu, die Menschen gegen ihren Schöpfer aufzuhetzen, was ja von jeher als das Werk des Teufels bekannt ist.

    Wer sich gegen seinen Schöpfer auflehnt, hat nicht mehr Weisheit als ein Fisch, der dagegen protestiert, daß er nur im Wasser leben darf und deshalb fordert, so wie er ist, an Land leben zu dürfen.

  • Die Abhängigkeit von den gesellschaftlichen Zwängen macht es uns schwer die goldenen Ketten los zu werden die uns mit dieser verbinden.Als von der Natur entwöhnte und an den Konsum gewohnte Wesen sind wir ohne nicht mehr lebensfähig und müssten uns verloren gegangenes Wissen aneignen um einen Ausstieg aus dem Hamsterrad der gesellschaftlichen Zwänge zu sichern.

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