Experiment im Tanzhaus Zürich mit Andrea Haenggi, Katrin Kolo & Dr. Joachim Maier
Selten wurde mir eindrücklicher vor Augen geführt und von sanfter Hand auf's Rückgrat geschrieben, warum der Transfer von transformativen Erlebnissen so schwierig, warum das Fliessgleichgewicht von Wandel und Routine so resilient erscheint. Weshalb eine g'freudige frische Erfahrung gerade auch im Licht der alltäglichen Gewohnheiten, die es vielleicht zu ändern gilt, gelesen werden will. Für einmal bot unser Experiment Hand, diesen Lesevorgang nicht nur mit Verstand, sondern auch dem gefühlten körpereigenen Wissen zu unternehmen. Offen assoziativ zugespielte Bälle und Wollfäden wirken im Kontrast zur Büroalltagswelt. Aushalten. Unvorhergesehene Wendungen. Freude am sich Einlassen. Bewegungen entstehen, die sich nach Tagen noch in den Körper eingeschrieben finden und irgendwie süchtig gemacht haben. Kontrastiert durch die präzise dargestellten Alltagsbewegungen am Schreibtisch, die jedeR souverän gelernt hat zu beherrschen. Sich zu beherrschen. Im Rahmen seiner Ergonomie des Wandels.
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