Daniel Sieben hält im Rahmen der Biomesse Ravensburg einen Vortrag über den Mangel an sozialer und ökologischer Wertschätzung und -schöpfung in der wachstumsorientierten Marktwirtschaft. Als tatsächlicher Selektionsmechanismus, der unsere Konflikte verursachenden Einstellungen und Verhaltensweisen widerspiegelt, ist die gegenwärtige Markt- und Wachstumsökonomie nicht mit Nachhaltigkeit vereinbar. Ein verändertes Bewusstsein ist erforderlich, in dem wir unsere Positionen nicht mehr auf Kosten von anderen verbessern, sondern in uns selbst einen Wert finden, der nicht aus Vergleichen und Konkurrieren hervorgeht.
Aufgezeichnet im Schwörsaal Ravensburg am 8. September 2010.
Seine Bemerkung mit "die Natur hat keinen Wert" lässt böses ahnen... Er hat ja Recht. Nur die Frage ist, wie er sich eine potentielle Lösung denkt...??? Hoffentlich tappt er da nicht in die selbst aufgestellte Falle und will Natur nicht auch noch Monetarisieren, wie so viele bürgerliche Ideologen und Denker. ich bin gespannt, wie es weiter geht...
Ameisenwelle 1 year ago
technokratisch, organisatorisch oder politisch ändern oder lösen, sondern nur, in dem ich den Widerspruch auflöse - also Kapital an sich abschaffe zugunsten einer frei bestimmten, bewusst handelnden Gesellschaft, die anstatt abstrakter Märkte konkrete Bedürfnisse, Kommunikation und demokratische Prinzipien setzt. Eine "Andere Gesellschaft" ist also möglich. Sachlich spricht nichts dagegen. Nur wir selbst mit unseren festgefahrenen Gedanken stehen dem im Weg...
Ameisenwelle 1 year ago
Der Begriff "die ökonomischen Grenzen der Natur" ist problematisch, weil die Natur kennt ja gerade keine "Ökonomie". Ökonomie ist eine reine Erfindung des Menschen, unzwar eine spezifische Formbeziehung, in der Wirtschaft stattfinden kann - aber eben nicht muss. Das kapitalistische System verlangt aus sich selbst heraus die Verwertung des Wertes, weil dieser abstrakt und von den stofflichen Eigenschaften der Produkte getrennt wird. Das lässt sich nicht "technisch", ...
Ameisenwelle 1 year ago