Der Druck auf die Arbeitnehmer wächst und der ansich gerechtfertigte Ruf nach dem Mindestlohn wird durch Gegner aus dem tradiotionell konservativen Lager mit dem Argument der Arbeitsplatz- vernichtung begegnet.
Es ist dabei verständlich, dass jemand ohne Schulabschluss auf dem Arbeitsmarkt nicht so eine gute Leistung bringen kann als jemand, der über eine Berufsausbildung verfügt. Daher wäre mein Vorschlag, ein mehrstufiges Mindestlohnmodell einzuführen.
Beispiel:
Mindestlohnstufe 1: keinen Schulabschluss
Mindestlohnstufe 2: einen Schulabschluss
Mindestlohnstufe 3: eine normale Berufsausbildung
Mindestlohnstufe 4: ein akademischer Abschluss ist vorhanden
Dies hat mehrere Vorteile:
- Geringqualifizierte Arbeitnehmer haben eine Chance auf dem Arbeitsmarkt
- Berufsqualifizierte Arbeitnehmer haben eine Chance ihrem Lebenslauf nicht durch geringqualifizierte Tätigkeiten leiden zu lassen (Zum Spargelstechen macht es wirtschaftlich dann keinen Sinn mehr, einen Dipl.-Ing. antreten zu lassen).
- Die Wertschätzung einzelner, die sich in der Vergangenheit durch Fleiss und Ehrgeiz ausgezeichnet haben, bleibt gewahrt
- Die Motivation einzelner an einer berufsqualifizierenden Maßnahme teilzunehmen wächst (gerade dort wo noch nicht genug Motivation vorhanden war)
Das ganze erfordert jedoch, damit es möglichst gerecht wird:
- Kostenloses Studium
- Genügend Ausbildungsangebote auf dem Arbeitsmarkt.
Um das ganze nicht unnötig zu verkomplizieren, macht es keinen Sinn, dieses Mindestlohnmodell weiter zu verfeinern.
Das kann man durchaus in Erwägung ziehen. Wichtig ist zunächst Mal, dass jemand sich durch seinen 8 Stunden Arbeitstag ernähren kann. Das ist bei den Hungerlöhnen heutzutage an vielen Stellen kaum gegeben.
Beispiel:
6,32 € für einen Möbelpacker. Das ist Lächerlich. Der schuftet sich den Buckel krumm für einen derart harten Job.
splotch1964 2 years ago