DAS LABYRINTH DER CHIMÄREN
von Adelheid Weinhöppel
MIT PUNKTUELLEN MUSIKALISCHEN FUßNOTEN
von Bruno Hetzendorfer
In ihrem Roman beschreibt Adelheid Weinhöppel das Drama einer Kindheit und Jugend und kontrapunktiert es durch erheiternde Episoden aus dem skurrilen Münchner Künstlerelternhaus der Protagonistin und dessen Umfeld - Momentaufnahmen aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts.
In der quasi horizontalen Erzählebene wird zunächst vordergründig die Überwindung einer Esssucht beschrieben. Ausgelöst durch einen therapeutischen Prozess tun sich vertikale Fallgruben in albtraumhafte Erinnerungen auf.
Die desaströse Verbindung zwischen der, dem amerikanisch - jüdischen Großbürgertum entstammenden Mutter und dem Vater, Musiker und 'Allroundgenie', einem Abkömmling der Münchener Bohème, schuf eine verminte Atmosphäre von grandioser Irrealität, die in eine persönliche Katastrophe mündete.
Bruno Hetzendorfer setzt musikalische Fußnoten zwischen die Kapitel, die diese teils kontrapunktieren, teils unterstreichen.
Er spannt einen Bogen vom Renaissancemadrigal über verfremdete Volksmusik bis hin zu eigens kreierten Liedern, die in enger Beziehung zu den Texten stehen.
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