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RWF TV Reihe Manipulation - Das Monster in uns Teil 1 von 2

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Uploaded by on Jun 23, 2011

In den 60er Jahren ging ein Aufschrei um die Welt. Zwei Ereignisse in den USA zeigten: Der ganz normale und anständige Durchschnittsbürger hat eine Seite abseits der Moral. Er ist fähig, andere Menschen zu quälen und sieht tatenlos, zu wenn ein Mord passiert.
Das "Milgram-Experiment" und der "Bystander-Effekt" sind zwei Begriffe, die in die Geschichte der Sozialpsychologie eingegangen sind und die Schattenseite der menschlichen Seele beschreiben. Als Stanley Milgram sein Experiment in Yale begann, glaubte die Welt noch daran, dass Gehorsam gegenüber Autoritäten eine deutsche "Krankheit" und vor dem Hintergrund des Holocaust auch nur möglich sei. Zu Beginn des Experimentes stellten die Forscher gegenüber den Probanden die Behauptung auf, dass Lernerfolg in unmittelbaren Zusammenhang mit Bestrafung steht: Die Probanden erhielten dann die Aufgabe, den an dem Experiment beteiligten Schülern bei jeder nicht gelösten Aufgabe einen Stromstoß zu verabreichen.
Bei jeder falschen Antwort wurde die Stärke von anfänglichen 15 Volt aufsteigend bis 450 Volt erhöht. Zwei Drittel der Versuchspersonen, ganz normale Bürger aus der amerikanischen Provinz, "gehorchten" bis zum Schluss. "Die wichtigste Entdeckung des Milgram-Experimentes war, dass es weniger Persönlichkeitseigenschaften sind, die zur Folterbereitschaft führen, sondern der Einfluss der Situation", erklärt der Sozialpsychologe Klaus Otto-Meyer und verweist auf die Ereignisse im Abu Ghraib-Gefängnis im Irak. Vor kurzem hat Mel Slater in London das Milgram-Experiment im virtuellen Raum rekonstruiert. Mit dem Ergebnis: Das Quälen von virtuellen Personen wird als real empfunden und erzeugt Stress.
Den empfindet der Mensch auch, wenn er zusieht, wie jemand gequält wird, dennoch unternimmt er nichts. Zwei Seelen in unserer Brust? Ja, der Mensch will gut sein, doch in der Gruppe überträgt er diesen Anspruch und die Verantwortung gerne auf die anderen, so dass am Ende keiner handelt. So auch jene 38 Bürger von Queens, die am 14. März 1964 über eine halbe Stunde lang beobachteten, wie ein Mann eine Frau attackierte. Die Frau hieß Kitty Genovese, war 28 Jahre alt und starb in dieser Nacht. Als die Polizei die Tat rekonstruierte, kam sie zu dem Schluss: Kitty Genovese könnte noch am Leben sein, hätte nur einer der Zeugen die Notrufnummer gewählt. "Das Monster in uns" geht der Gewaltbereitschaft des Menschen auf den Grund und fragt, wie wir damit umgehen.

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Uploader Comments (2011jabez)

  • danke fürs uploaden. einzig nervig ist nur das monotone knacken in der audiospur.

  • @miriamesk77 Das kies sichs bei alke mühe nichz filtern, >Du kan das mir mein akter <Kanak weg der Reihe "Das Nimgtam-Experiment" gekpümdoüihügt wurd, Interessant ist noh "Blueeyed"

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All Comments (3)

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  • @miriamesk77 Das knacken ist genau der Sinn der Übung.

    PS.: Munter werden. ;)

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