Krafla - Island - Krater - See

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Uploaded by on Jul 26, 2010

Bei der Krafla [ˈkʰrapla] handelt es sich um ein Vulkansystem von ca. 100 km Länge im Norden Islands. Der gleichnamige Zentralvulkan von 818 m Höhe beherrscht mit zahlreichen Kratern die Mývatn-Region.
Das Krafla-Vulkansystem besteht aus einem Zentralvulkan mit Einbruchscaldera und einem länglichen Spaltenschwarm.

Letzterer ist ca. 10 km breit und erstreckt sich über etwa 100 km in N-S-Richtung. Am südlichen Ende befindet sich z.B. der Tafelvulkan Selfjall. Im Norden reicht das System bis in den Fjord Öxarfjörður.

Der Zentralvulkan Krafla selbst, unter dem in etwa 3 km Tiefe eine Magmakammer liegt, besteht vor allem aus einer groβen Caldera (10 km im Querschnitt).

Er ist über 200 000 Jahre alt. Der Vulkan baute sich durch Ausbrüche unter Eis ebenso wie an der Luft auf, d.h. Aktivitäten konnten auch während Kaltzeiten der Eiszeit nachgewiesen werden.
Im 18. Jahrhundert gab es neuerlich gröβere Ausbruchsserien, nachdem Krafla etwa 1000 Jahre lang geruht hatte. Diese nannte man später Mývatn-Feuer (isl. Mývatns-Eldar).

Dabei handelte es sich um Unruhe- und Ausbruchsphasen, die sich über 5 Jahre erstreckten, von 1724-29.

Am 17. Mai 1724 begann die Unruheepisode mit einer weiteren hydromagmatischen Explosion, die den Krater Víti formte. Víti bedeutet im Isländischen Hölle[4] Es gibt einen zweiten Krater dieses Namens südöstlich des Mývatn an der Askja. Im Víti befindet sich heute ein Maar, das seine türkise Farbe durch die Kieselsäurealgen erhält.

Wiederholte Ausbruchsphasen zogen sich bis 1729 hin. Die Ausbrüche umfassten auch das Gebiet des Leirhnjúkur und sogar die unmittelbare Umgebung von Reykjahlíð, wo man bei Bjarnaflag Lavafontainen sehen konnte.

Die damals hier bestehenden drei Höfe mussten geräumt werden. Die Kirche jedoch, die auf einem kleinen Hügel steht, blieb erhalten.

1746 folgten weitere Ausbrüche.

Während dieser Unruhephase gab es auch starke Erdbeben- und Riftingphasen.

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Travel & Events

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  • Echt Mars-mäßig da !

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