"Das Schicksalder Dienerschaft
Keine Zeile wert waren der NZZ jene Partien, die einfach besetzt sind, deren
Sängerinnen und Sänger also in jeder Vorstellung auf der Bühne stehen.Wie
Calin Valentin Cozma etwa, der als Marchese d'Obrigny die Pariser Halbwelt
bei Feierlaune hält. Oder Denise Felsecker, die ihre Rolle als Violettas
DienerinAnnina schauspielerisch und gesanglich so auf den Punkt gestaltet,
dass sie beim Schlussapplaus regelmässig Bravorufe einheimst.
Undankbar auch die Partie von Florian Voss. Als Diener darf er einmal
Violetta ein Billett überreichen und ein kräftiges «Per voi» singen. Ein anderes
Mal muss er in heller Aufregung hereinstürzen und ein paarTakte alles
geben, bis ihn Alfredo mit einer Geste zum Schweigen bringt. Immerhin
mischt sich Voss unter die Sänger des Opernchors und wirkt unterstützend
bei dessen Auftritten mit -- ein Opernchor übrigens, der sich mit Fug und
Recht der sängerisch überzeugendste aller bisherigen Schlossopernproduktionen nennen darf. Chapeau." DIE SÜDOSTSCHWEIZ | DIENSTAG, 16. AUGUST 2011 www.schlossoper.ch
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