Albert Speer, der Baumeister und Aufrüster, gab der braunen Ideologie Formen in Stein und Beton. Mitten im Krieg stieg er auf zum Manager der Rüstungswirtschaft. Hitlers Lieblingsarchitekt lieferte die Pläne für die Stätten zementierter Geltungssucht. Der Mentor war begeistert von der Arbeit seines Ziehsohnes, der für ihn die 'Welthauptstadt Germania' errichten sollte.
Fast alles, was er erbaute, ist im Feuersturm verbrannt. Was bleibt, sind wahnwitzige Pläne und Bilder. Im Gefolge des Tyrannen erlebte Speer als junger Architekt einen rasanten Aufstieg. Nach dem mysteriösen Fugzeugabsturz des 'Munitionsministers' Fritz Todt, ernannte ihn Hitler überraschend zum Nachfolger. Mit Speer glaubte der Diktator ein Organisationstalent und überdies 'willfähriges Werkzeug' seiner eigenen Absichten zu besitzen. Speer versprach Hitler ein 'Rüstungswunder' - und hielt Wort: auf Kosten von Hunderttausenden Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen. Als politischen Vollstrecker, gar als Überzeugungstäter, sah sich Speer selbst jedoch nie. Zeit seines Lebens bestritt er, vom Holocaust gewusst zu haben. Zwar erkannte Speer im Nürnberger Prozess als einziger die 'Gesamtverantwortung der Führenden' für die Verbrechen des Regimes an, sich selbst aber erklärte er für 'nicht schuldig'. Was von Speer bleibt, ist die Erinnerung an Hitlers obersten Manager, der mit seinen Fähigkeiten dazu beitrug, den Krieg zu verlängern, indem er die Wirtschaft seinem persönlichen Kommando unterstellte und als Rüstungsdiktator rücksichtslos für Effizienz und Produktionssteigerungen sorgte.
@sternberg1 Hätte doch jeder so gemacht, wäre er ehrlich gewesen, wäre er 1946 gestorben... das ist eben der Überlebenswille des Menschen, nur so lässt sich eig. ja auch erklären, dass Menschen ihre eigenen Gräber schaufeln, oder in Vernichtungslagern mitspielen obwohl sie praktisch wissen, dass sie zu 99,9999% sterben werden. Normalerweise wäre ein Aufstand das einzig "sinnvolle" in so einer Situation, so wie ihn soweit ich weiß aber nur (meine Landsleute) in Polen durchführten.
KilonBerlin 10 months ago
Sternberg: Speer became a member of the Nazi party in 1931, as he explained in two of his books. It was after he'd seen Hitler speak in Berlin.
Ulysses61 11 months ago
@davidhabel91 Ja wenn er denn nur dabei geblieben wäre, letztlich zählt eben doch was er getan hat und dass aus dem Künstler am Ende ein Kriegsverbrecher geworden ist der zwar Reue bekundet hat der aber wie man heute weiß unehrlich über die Rolle war die er gespielt hat und das Ausmaß der Verwicklungen...
sternberg1 1 year ago
@sternberg1
Ja ich denke auch. Im Grunde interessiert es ja keinen unter welcher Flagge er gesegelt ist, denn ich bewunder ihn schlicht und einfach für seine architektonischen Künste. ;)
davidhabel91 1 year ago
@davidhabel91 Ich glaube wir können auch Deutsch reden. Da hat er wohl einfach nen willkürlichen Uniformwechsel vllt. gehabt...
sternberg1 1 year ago
@sternberg1
I read a book of him called "Spandauer Tagebücher". He wrote that he was a member of the NS Kraftfahrerkorps and later he was in the "Organisation Todt. So, it`s true he never was in the NSDAP but in some underorganisations of it.
davidhabel91 1 year ago
@davidhabel91 Yeah but then i wonder why he would wear it if he didn't wish to be involved with this organization too much
sternberg1 1 year ago
@sternberg1
That`s really confusing. He never was a member of the NSDAP or any organisations except Org. Todt. Perhaps it`s a gift or something?
davidhabel91 1 year ago
Why is he wearing a cap of the SS in 0:35 i wonder? He refused to become a member.
sternberg1 1 year ago