Dirigent - Paolo Carignani
Inszenierung - Robert Wilson
Bühnenbild - Robert Wilson
Lichtgestaltung - Robert Wilson, AJ Weissbard, Hans-Rudolf Kunz
Co-Regie - Gudrun Hartmann
Bühnenbild-Mitarbeit - Stephanie Engeln
Kostüme - Moidele Bickel
Choreinstudierung - Ernst Raffelsberger
Orchester - Orchester der Oper Zürich
Chor - Chor der Oper Zürich
Mit
Elena Mosuc (Norma), Michelle Breedt (Adalgisa), Liuba Chuchrova (Clotilde); Roberto Aronica (Pollione), Giorgio Giuseppini (Oroveso), Michael Laurenz (Flavio)
Die 1831 an der Mailänder Scala uraufgeführte Oper des früh verstorbenen sizilianischen Komponisten gilt als Gipfelwerk des Belcanto. Anspruchsvolle Koloraturen, weit gespannte Melodiebögen und dramatische Steigerungen sowie die Aura der Titelfigur, die von geradezu mythischer Statur ist, haben «Norma» spätestens seit der legendären Neudeutung durch Maria Callas in den 1950er Jahren zum Kultstück innerhalb des italienischen Repertoires werden lassen. Der von Bellini so berührend in Musik gefasste Grundkonflikt um die gallische Druidenpriesterin hat, nimmt man Felice Romanis Libretto ernst, kosmische Dimensionen: Nicht zufällig richtet Norma ihr berühmtes Gebet «Casta Diva» an die Mondgöttin, der in der Oper als kriegerischer Sonnengott der von den Galliern angebetete Irminsul gegenübergestellt wird. Norma überstrahlt als spirituelle Herrscherin die Autorität ihres Vaters Oroveso, des Oberhauptes der Druiden. Aus dieser Sonderstellung heraus versucht sie, die Kluft zur römischen Welt ihres heimlichen Geliebten, des Prokonsuls Pollione, zu überwinden. Doch der Vater ihrer Kinder, die sie als Priesterin gar nicht haben dürfte, hat sich einer jüngeren Priesterin zugewandt: Adalgisa. So nimmt die Tragödie ihren Lauf. Am Ende wächst Norma über sich selbst hinaus und erschüttert durch ihr Selbstopfer nicht nur den untreuen Geliebten, sondern auch Oroveso und ihr Volk zutiefst. Mit Robert Wilson, dessen bahnbrechende Wagner-Deutungen am Opernhaus Zürich Theatergeschichte geschrieben haben, wendet sich ein Künstler diesem vielschichtigen Werk zu, der jede Psychologisierung auf dem Theater radikal verweigert und mit seiner unverwechselbaren Ästhetik eine überraschende neue Sicht auf Bellinis «Norma» ermöglichen wird. Die Titelrolle übernimmt Elena Mosuc.
Schade nur, dass keine DVD von dieser Produktion gemacht wird bzw. wurde - gesetzt den Fall: Wenn Gruberova oder Bartoli die Titelpartie gesungen hätten, hätte man schon längst diese Vorstellungsserie für eine DVD mitgeschnitten.
Yodaandtheforce3000 11 months ago
KE SKIFO DI REGIA....SEMBRA MADAMA BUTTERFLY!!!!!
emilytransex 11 months ago