Nerze haben meist ein kurzes und qualvolles Leben in Deutschland. Sie werden auf Farmen in engen Drahtkäfigen gehalten. In freier Wildbahn ist ihr Revier bis zu 20 Quadratkilometer groß -- in deutschen Farmen beschränkt sich ihr „Revier" auf wenige Zentimeter nach vorne und zurück. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. kritisiert seit Jahren diese Haltung und fordert eine Schließung aller Nerzfarmen. Auch die Politik hatte die Zeichen der Zeit erkannt und änderte vor einigen Jahren die Tierschutznutztierverordnung -- allerdings mit langen Übergangsfristen für Betreiber. Am 11.12.2011 endete solch eine Übergangsfrist, und den Nerzen müssen nun deutlich größere Käfige zu Verfügung stehen. Dass die Pelzindustrie mit allen Mitteln versucht, das Gesetz zu umgehen, war abzusehen, aber Gesetz bleibt nun mal Gesetz.
Der Arbeitskreis humaner Tierschutz hat den Undercover-Journalisten Jan Peifer Anfang Januar damit beauftragt, alle noch bestehenden Nerzfarmen in Deutschland auf die Einhaltung des Gesetzes hin zu prüfen. Sein Zwischen-Ergebnis ist wenig überraschend: Offensichtlich interessieren sich die Nerzfarm-Betreiber nicht dafür, was Recht und Gesetz in Deutschland ist. Das gilt auch für den Betreiber der Nerzfarm in Nettetal (NRW). Hier konnte der Journalist die Tierhaltung trotz hohem Zaun und Elektrodraht dokumentieren. Die Nerze leben dort weiterhin in den „alten" engen Käfigen. Der Arbeitskreis hat daraufhin Anzeige erstattet und das Videomaterial als Beweis vorgelegt. Nun hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden, dass die Farm unverzüglich geschlossen werden muss. Hier finden Sie die Pressemeldung vom Verwaltungsgericht.
Der Arbeitskreis humaner Tierschutz hat das Videomaterial 27.01.2012 veröffentlicht und den Medien zugänglich gemacht.
Erste Medien haben bereits berichtet: http://www.lto.de/de/html/nachrichten/5416/vg-duesseldorf-nerzfarm-in-netteta...
Der Arbeitskreis hat bereits weitere Anzeigen gestellt und wird die restlichen Farmen ebenfalls auf die Einhaltung des Gesetzes hin überprüfen.
Solche Recherchen sind leider sehr aufwendig, die Überprüfung einer Nerzfarm kostet uns mit Anfahrt, ggf. Übernachtung und Anzeigenerstattung ca. 300,00 Euro. Es müssen noch 11 Farmen überprüft werden.
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1. Vors.: Roman Kriebisch
Die Drecksäcke die die Tiere so halten sollten den Rest Ihres jämmerlichen Lebens genauso verbringen.
frankflyingfreak 1 month ago 3
Gesichert wie ein Gefängnis für Schwerverbrecher - der Betreiber weiß genau, warum, denn diese Haltungsform mit so kleinen Käfigen ist in Deutschland glücklicherweise mittlerweile illegal.
Pelze zu tragen ist die Inauftraggebung von Tierquälerei und grausamer Tötung von Tieren - nur dafür, dass man seinen Luxusstatus vorführen kann.
Wie armselig ist so ein "Luxusleben".
natija08 1 month ago 2