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Die Faszination der Modelleisenbahn zeigt sich nicht nur in Modellen, Gebäuden und Landschaften, die von der Industrie gefertigt werden, sondern auch in Bauten, die von Hand erstellt wurden. Zuerst zeigen wir eine Modellbahnanlage, die mit einfachsten Mitteln und in kompletter Eigenarbeit erstellt wurde, in den Monaten nach dem 2. Weltkrieg. In einer Zeit, in der man andere Sorgen hatte, wo aber ein Vater seinem kleinen Sohn zu Weihnachten etwas Außergewöhnliches schenken wollte.
Bernhard Foos macht bei Minute 10 Station bei dem Modellbahnfan Gunter Estel. Er hat ein Dampflokmodell der 18 201 in jahrelanger Arbeit selbst gefertigt. Seine Arbeit fand in diesem Jahr mit dem Lackieren und der anschließenden Jungfernfahrt ihre Krönung.
Die normalspurige Maschine im Maßstab 1: 22,5 ist ein Beispiel für herausragende feinmechanische Fähigkeiten. Die Zahlen sprechen für sich: Als Vorlage hat er über 600 Fotos angefertigt, in vier Jahren Bauzeit hat er 10 000 Einzelteile selbst gefertigt, diese dann in 100 Baugruppen eingeteilt. Grob überschlagen stecken in diesem faszinierendem Modell an die viertausend Arbeitsstunden.
Einen Blick werfen wir zur Modellbahnmesse Leipzig, und bestaunen die TT-Anlage aus den 1980er Jahre von Sebastian Schmid. Dies entspricht dem Maßstab 1:120. Er hat Fahrzeuge und Themen aus dem Raum Thüringen und Sachsen nachempfunden. Seit 30 Jahren arbeiten auch die Mitglieder des Vereins „Eisenbahnfreunde Kleinbahnen der Altmark Berlin" mit ihrem detailgetreuen Blick auf Modelle, Züge und der gesamten Anlage.
Der Film über den Modellbauer Gunter Estel und seine 18201 ist doch unglaublich, oder? 10.000 Einzelteile anfertigen und dann alles auch noch so hinkriegen, dass solch ein passgenaues Modell rauskommt. Das ist wahrlich ein Beweis für "Made in Germany"!
Eisenbahnromantik 1 month ago 6