Kapitel 2. Unsere Politik, Teil 4. Bildung ist Menschenrecht

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Uploaded by on Aug 21, 2009

Hier finden Sie Ausschnitte unseres Regierungsprogramms in Gebärdensprache. Den entsprechenden Text können Sie unten teilweise lesen oder vollständig als PDF-Dokument unter folgendem Link herunterladen: http://spd-link.de/sZkc
4. Bildung ist Menschenrecht
Bildung ist ein Menschenrecht. Jeder Mensch hat das gleiche Recht auf eine gute Bildung als Grundlage für ein erfülltes Leben und als Eintrittskarte für gute, qualifizierte Arbeit. Das gilt unabhängig von der Herkunft, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Bildung als Menschenrecht ist die Voraussetzung für echte Chancengleichheit. Solange in unserem Bildungssystem Hürden für benachteiligte Menschen bestehen, bleiben die Chancen ungerecht verteilt. Jeder und jede soll einen Schul- und Berufsabschluss haben.

Das Menschenrecht auf Bildung können wir nur gemeinsam verwirklichen. Kinder und Eltern fragen nicht, welche politische Ebene für ihre Bildung zuständig ist. Kinder brauchen qualifizierte und motivierte Lehrkräfte, eine gute Ausstattung mit Lehrmitteln und renovierte Klassenzimmer. Der notwendige Qualitätssprung im Bildungswesen wird nur gelingen, wenn Bund, Länder und Kommunen gemeinsam handeln und alle Glieder der Bildungskette ineinander greifen. Wir wollen im Grundgesetz die Voraussetzungen dafür schaffen, dass eine solche Kooperation möglich ist.

Unsere Ziele
Mehr und bessere Bildung zu ermöglichen ist eine große Aufgabe für Bund, Länder und Kommunen. Wir stecken uns klare Ziele:

- 600.000 Ausbildungsplätze für 2009.
- Gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule.
- Erhöhung der Ausgaben für Bildung und Forschung bis 2015 auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Einen Finanzierungsbeitrag leistet der „Bildungssoli.
- Jährlich 10 Prozent weniger Schulabbrecher.
- Recht auf Kita-Platz ab dem 1. Geburtstag bis 2013, in Zukunft ein Recht auf Ganzstagsbetreuung.
- Berufsausbildungsgarantie für alle, die älter sind als 20 Jahre.
- 275.000 zusätzliche Studienplätze bis 2015.
- Erhöhung der Studienanfängerquote auf über 40%.
- Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung bis 2015 auf mindestens 50%.
- 40 % des wissenschaftlichen Personals an den Hochschulen bis 2020 durch Frauen besetzen.

Wir brauchen einen neuen Bildungskonsens. Unser Ziel: bis 2015 mindestens 7 Prozent des BIP für Bildung und 3 Prozent für Forschung und Entwicklung. Gerade in der Krise kommt es darauf an, dass wir ausreichend Geld in die Bildung investieren. Darum werden wir einen „Bildungssoli auf sehr hohe Einkommen einführen.

Eine gute Ausbildungsförderung sorgt für mehr Gerechtigkeit in der Bildung. Schüler und Schülerinnen aus einkommensschwachen Familien sollen auf dem Weg zum Abitur ab ihrem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe ein Schüler-BAföG erhalten. Wir werden das Studierenden-BAföG so ausweiten, dass Studieren auch in späteren Phasen der Erwerbsbiografie möglich wird. Dazu gehört, dass auch Teilzeitstudiengänge und weiterbildende Master-Studiengänge gefördert werden können. Die Regelungen des Meister-BAföG und des BAföG werden wir in einem Erwachsenenfortbildungsgesetz zusammenfassen.

Wir haben dafür gesorgt, dass es ab 2013 für jedes Kind vom ersten Geburtstag an einen Rechtsanspruch auf Betreuung gibt. Wir wollen daraus ein Recht auf Ganztagsbetreuung machen. Wir brauchen einen besseren Personalschlüssel in Krippen, Kindertagesstätten und in der Tagespflege und mittelfristig vollständige Gebührenfreiheit. Wir wollen Erziehungsarbeit aufwerten, für eine bessere Aus- und Weiterbildung für Erzieherinnen und Erzieher sorgen und damit die Voraussetzungen für eine angemessenere Bezahlung verbessern.

Wir wollen alle Kinder fördern: Kein Kind darf zurückgelassen werden. Wir wollen, dass Schülerinnen und Schüler länger gemeinsam lernen können. Das werden wir mit einer besseren individuellen Förderung verbinden. Wir wollen langfristig das gegliederte Schulwesen überwinden. Wir werden das Angebot an Ganztagsschulen flächendeckend ausbauen. Alle Kinder in Ganztagsschulen und Kitas sollen an einem gesunden Mittagessen teilnehmen können.

Unser Ziel ist es, die Zahl der Schulabbrecher drastisch zu reduzieren. Schulen die besondere Integrationsleistungen erbringen, müssen mehr Unterstützung erhalten und mindestens eine/n Schul-Sozialarbeiter/in erhalten.

Wir wollen, dass mehr Menschen studieren können. Darum halten wir an dem Ziel fest, die Zahl der Studienplätze zu erhöhen. Wir wollen, dass mehr Fachkräfte ohne Abitur studieren können und werden den Zugang zu den Hochschulen für diese Personengruppe weiter öffnen.

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  • eybin mega aufgewirbelt und ungezogen heute wer mag mit mir schreibn und so

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