Der unermüdlichen Lobbyarbeit engagierter Frauen ist es dann auch zu verdanken, dass der UN-Sicherheitsrat am 31. Oktober 2000 die Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit verabschiedete. Seither ist völkerrechtlich verpflichtend geregelt, dass Frauen auf allen Ebenen -- in Friedensprozessen, in der Sicherheitspolitik sowie bei der Konfliktbearbeitung vor Ort -- angemessen zu beteiligen sind. Die Resolution fordert, dass Frauen „an allen Anstrengungen zur Wahrung und Förderung von Frieden und Sicherheit gleich-berechtigt und in vollem Umfang teilhaben und dass ihr Mitwirken an den Entscheidungen im Hinblick auf die Prävention und die Beilegung von Konflikten ausgebaut werden muss". Zwar drohen den UN-Mitgliedsstaaten keine Sanktionen, wenn sie die Forderungen der UN-Resolution 1325 nicht einhalten, aber die Staaten wer-den dazu verpflichtet, über Maßnahmen und Fortschritte bei der Umsetzung zu berichten.
Die UN-Resolution gilt zu Recht als historischer Durchbruch für die Forderungen der internationalen Frau-enfriedensbewegung. Schließlich fordert sie das, was Bertha von Suttner bereits vor über 100 Jahren anmahnte: Dass die Verantwortung für den Frieden bei Männern und Frauen gleichermaßen liegt!
Link to this comment:
All Comments (0)