Ziel aufsuchender Hilfen ist es, Menschen, die im sozialen Kontext Unterstützung brauchen, dort zu begegnen, wo sie sonst auf sich alleine
gestellt wären: direkt bei sich zu Hause. Der direkte Kontakt in Form von Hausbesuchen ermöglicht es einerseits, die jeweiligen Umstände
und Lebensmilieus der Besuchten kennenzulernen und schneller zu erfassen, welche Interventionen passen können. Andererseits trägt er
das Risiko in sich, die Intimsphäre der Besuchten zu verletzen, Grenzen zu überschreiten und als Übergriff empfunden zu werden. Insofern
unterscheidet sich das aufsuchende Arbeiten in vielen Aspekten von der Arbeit in selbst gestalteten Arbeitsräumen.
In diesem Buch wird das aufsuchende Setting sowohl theoretisch beschrieben als auch im Hinblick auf die Praxis in den unterschiedlichen
Arbeitsfeldern bzw. Zielgruppen beleuchtet. Dabei werden sowohl aktuelle Forschungsergebnisse als auch praxisorientierte Instrumente
und Manuale vorgestellt, die die tägliche Arbeit erleichtern und effizienter machen.
Die 30 Beiträge repräsentieren ein breites Spektrum der aufsuchenden Hilfen. In ihrer Summe machen sie die vielfältigen Wirkungen und
Nebenwirkungen dieser Hilfeform greifbar und zeigen Möglichkeiten der weiteren Entwicklung auf.
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