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Castor 2010 - Die Polizei setzt die Interessen der Atomindustrie durch

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Uploaded by on Nov 7, 2010

Der diesjährige Transport von 11 Castoren von La Hague nach Gorleben hat letzlich nur ein Ziel - die Zementierung eines Endlagerstandortes in einem völlig ungeignetem Terrain. Sei es der dubiose politische Entscheidungsprozess, der Gorleben als Endlager fokussierte oder die nachgewiesenen Gasvorkommen im fraglichen Gebiet - Es ist schlicht und ergreifend gefährlich und fahrlässig Gorleben weiterhin als mögliches Atommüllendlager zu forcieren. Und auch ein weiterer selten erwähnter Aspekt spricht klar gegen Gorleben: Nur 18 Meter über dem Meeresspiegel und in unmittelbarer Nähe der Elbe liegend ist es in Zeiten steigender Meeresspiegel geradezu sinnbefreit im Salzstock (!) Gorleben hochradioaktive Substanzen zu lagern.

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Gleisbesetzungen, Traktorblockaden, Schlagstockeinsatz und Massenproteste: Der Castor-Atommülltransport quer durch Deutschland in das Zwischenlager Gorleben ist am Wochenende auf massiven Widerstand gestoßen. Am Sonntag sind die Proteste in gewaltsame Zusammenstöße umgeschlagen. Als tausende Atomkraftgegner in einem Waldgebiet nahe Hitzacker die Schienen stürmen wollten, setzte die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Demonstranten zündeten nach Angaben von Augenzeugen ein panzerähnliches Räumfahrzeug der Polizei an der Castor-Transportstrecke an.
Elf Stunden Verspätung

Am Sonntagnachmittag setzte der Transport seine Fahrt fort. Kurz vor 16 Uhr erreichte er Lüneburg mit rund elf Stunden Verstpätung. Der Zug mit elf Castor-Behältern mit hochradioaktivem Atommüll sollte von dort auf dem letzten 54 Kilometer langen Gleisabschnitt zur Umladestation Dannenberg weiterfahren. Dort versuchten am Nachmittag nach Polizeischätzung mehr als 5000 Demonstranten, die Gleise zu erreichen.

"Es beteiligen sich deutlich mehr Menschen, als wir gedacht haben", sagte ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Lüneburg. Die Gesamtlage vor Ort sei "aggressiver als wir uns das erhofft haben". Es habe am Nachmittag erneut Ausschreitungen gegeben aber nicht in dem Ausmaß wie am Morgen, sagte der Sprecher weiter.

Am Sonntagvormittag war der Transport ins Stocken gekommen. Wenige Kilometer vor der Umladestation hatten laut Polizei rund 250 Menschen begonnen, auf einer Strecke von sechs Metern die Steine aus dem Gleisbett zu entfernen, um die Strecke unpassierbar zu machen. 3000 bis 4000 Demonstranten standen der Polizei gegenüber, die massiv Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzt, um die Demonstranten von den Gleisen fernzuhalten. Die Aktivisten hätten ihrerseits die Polizeibeamten mit Signalmunition und Pyrotechnik angegriffen.

Ein Räumfahrzeug sei mit Teer übergossen und angezündet worden, möglicherweise mit Molotowcocktails, berichtete ein dpa-Fotograf. Der Polizei lagen hierzu am Sonntagmorgen auf Anfrage zunächst keine Angaben vor. "Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle", sagte ein Polizeisprecher. Die Atomkraftgegner sprachen von mehreren Verletzten. Die Polizei soll auch Wasserwerfer eingesetzt haben, aber nicht gezielt auf Demonstranten gerichtet.
Traktor-Blockade aufgelöst

Sicherheitskräfte lösten außerdem eine Traktor-Blockade von Bauern auf der möglichen Castor-Strecke auf. Die vier in Dannenberg-Splietau ineinander verkeilten Traktoren seien sichergestellt worden, sagte ein Polizeisprecher. Zudem sollten 50 Traktoren, die an der Straße standen, entfernt werden.

Die elf Container mit mit je 154 Tonnen hoch radioaktiven Atommülls sollen im Laufe des Sonntags im niedersächsischen Dannenberg eintreffen, um dann die letzten 20 Kilometer auf der Straße ins Zwischenlager Gorleben transportiert zu werden. Dort wird der Transport nicht vor Montagvormittag eintreffen. Der Zug, der am Freitag in Nordfrankreich gestartet war, hatte am Sonntagvormittag etwa acht Stunden Verspätung.
Größter Protest bisher

Die Fahrt war unter anderem in Hessen von Atomkraftgegnern südlich von Kassel verzögert worden. Zwei Castor-Gegner hatten sich dort von einer rund 75 Meter hohen Fuldatalbrücke über den Gleisen abgeseilt. Im Wendland nahe dem Atommülllager demonstrierten am Samstag Zehntausende Kernkraftgegner (50.000 laut Organisatoren, 25.000 laut Polizei). Der bisher größte Anti-Atom-Protest in der Region fand 1997 mit rund 20.000 Teilnehmern statt.

Das Video enthält Material von graswurzel.tv

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  • gehlen06 setzt die Interessen der Hörgerätindustrie durch in dem er uns mit unterirdischer Musik Ohrenkrebs verpasst.

Top Comments

  • Die Überschrift ist ja mal sowas von FALSCH !

    Die Polizei schützt euch Heinis, damit ihr armen Leute , die auf den Gleisen sitzen, nicht überrollt werdet!

    Außerdem befolgt die Polizei nur Befehle.

    Sie erhählt kein Geld von der Atomindustrie.

    UND : Auch viele Polizisten sind gegen Atomkraft.

    Was meint ihr wie schwer das für die ist ?!

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All Comments (379)

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  • Don't mess with German police!!

  • @Sheppard91 richtig so am geilsten ist die "gewalltbereiten" Einsatzkräfte. Schottern ist eine Straftat nur manche sind zu blöd das zu kapieren.

  • @86flieger klar hat die polizei einen scheiss-job. und ich habe nix gegen die polizei im allgemeinen. jedoch hat jeder polizist (beamte) die möglichkeit zu remonstrieren oder sich krankzumelden und sich so einer teilnahme an den castor-transporten entziehen - was aber wohl nur selten geschieht. sicher, das zeug muss irgendwo hin, aber gorleben ist als standort nunmal wirklich ausgemachter schwachsinn!

  • @Micha2501 OK, aber wenn man hochgefährlichen Radioaktiven Abfall in einen Salzstock schmeißt, der sich langsam durch Wasser auflöst und so radioaktives Material ins Grundwasser gelangt, und beim Aufprall die Behälter auch noch beschädigt werden, da man sie 10 m über dem Boden ausklingt (siehe Asse) dann ist das eine extrem umweltfreundliche Art und Weise Atommüll, dessen langfristigen Auswirkungen wir nichtmahl erforscht haben, zu entsorgen.

    Klingt doch logisch

  • Wenn ich vor meiner Haustür einen Ölwechsel mache und das Öl in einer Kunststoffwanne auffange, die wiederum in einer größeren steht und das gesamt Auto auf einer dicken PVC Bahn steht, die mit 10er Balken zu einer weiteren Auffangwanne wir, die das vielfache aller im Fahrzeug befindlichen Flüssigkeiten aufnehmen kann, dann bin ich ein Umweltsünder, denn es könnte Öl ins Grundwasser gelangen.

  • Dieses Video bestürtzt mich zu tiefst. Muss es denn immer zu solchen Szenen kommen? Müssen die Beamten ihre scheiß Schlagstöcke zücken? Kann man solche Aktionen nicht auf eine andere Art Weise lösen? 

  • @gehlen06

    Die Polizei setzt auch deine Interessen durch. Es gibt Menschen die auch dich nicht mögen. So wie du was gegen Atomtechnik hast. Die Menschen, die dich nicht mögen,lassen auch nicht in einem negativen Licht erscheinen, dass die Polizei deine Interessen durchsetzt.

    Fazit: Immer noch ein unüberlegter Titel.

  • Die Polizei ist auf dem Zahlschein der Regierung und die Regierung ist auf dem Zahlschein der Konzerne, in der Reihenfolge. Die Polizei schütz daher ihren Zahlmeister, die Regierung vor uns aber nicht uns vor der Regierung, weil die Polizei nicht auf unserem, sondern auf dem Zahlschein der Regierung steht. Demos werden dir nicht helfen, weil du unbewaffnet bist aber die Polizei über alle Waffen verfügt gegen dich. Das einzige was helfen kann ist schwarzgelb in der Bundestagswahl abzuwählen.

  • @gehlen06 Die Polizei hat nur den scheiß Job an dem ganzen. Sie können nichts dafür. Man sollte bei solchen Sachen gegen die Atomloby vorgehen.

  • Der Polizist, ja ich rede vom Mann in der Uniform, ist immer der Feind des Menschen, weil er in jedem Fall den Staat beschützen, und im "Notfall", gegen die Menschen und das Volk operieren wird.

    Die Polizei kann gar nicht unser Freund und Helfer sein wie denn auch, wenn sie doch die Befehle derjenigen ausführt, welche uns Tag für Tag unterdrücken

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