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Marina Haller - Zviadadze : Robert Schumann: Gedichte der Maria Stuart,

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Uploaded by on Aug 28, 2011

Goethe Institut Paris: Les mardis du Lied, 11 mai 2010
"Abschied von Frankreich", "Nach der Geburt ihres Sohnes", "An die Königin Elisabeth", "An die Königin Elisabeth", ""Abschied von der Welt" (Fotheringhay)"
Marina Zviadadze-Haller, mezzosoprano
Karolos Zouganelis, piano
Textes:
1
"Abschied von Frankreich
Ich zieh dahin, dahin!
Ade, mein fröhlich Frankenland,
Wo ich die liebste Heimat fand,
Du meiner Kindheit Pflegerin!
Ade, du Land, du schöne Zeit.
Mich trennt das Boot vom Glück so weit!
Doch trägt's die Hälfte nur von mir;
Ein Teil für immer bleibet dein,
Mein fröhlich Land, der sage dir,
Des Andern eingedenk zu sein! Ade!"


2
"Nach der Geburt ihres Sohnes
Herr Jesu Christ, den sie gekrönt mit Dornen,
Beschütze die Geburt des hier Gebor'nen.
Und sei's dein Will', lass sein Geschlecht zugleich
Lang herrschen noch in diesem Königreich.
Und alles, was geschieht in seinem Namen,
Sei dir zu Ruhm und Preis und Ehre, Amen."

3:
An die Königin Elisabeth
Nur ein Gedanke, der mich freut und quält,
Hält ewig mir den Sinn gefangen,
So daß der Furcht und Hoffnung Stimmen klangen,
Als ich die Stunden ruhelos gezählt.
Und wenn mein Herz dies Blatt zum Boten wählt,
Und kündet, euch zu sehen, mein Verlangen,
Dann, teure Schwester, fasst mich neues Bangen,
Weil ihm die Macht, es zu beweisen, fehlt.
Ich seh', den Kahn im Hafen fast geborgen,
Vom Sturm und Kampf der Wogen festgehalten,
Des Himmels heit'res Antlitz nachtumgraut.
So bin auch ich bewegt von Furcht und Sorgen,
Vor euch nicht, Schwester.
Doch des Schicksals Walten
Zerreißt das Segel oft, dem wir vertraut."

4:
"An die Königin Elisabeth
Nur ein Gedanke, der mich freut und quält,
Hält ewig mir den Sinn gefangen,
So daß der Furcht und Hoffnung Stimmen
klangen,
Als ich die Stunden ruhelos gezählt.
Und wenn mein Herz dies Blatt zum Boten
wählt,
Und kündet, euch zu sehen, mein Verlangen,
Dann, teure Schwester, fasst mich neues
Bangen,
Weil ihm die Macht, es zu beweisen, fehlt.
Ich seh', den Kahn im Hafen fast geborgen,
Vom Sturm und Kampf der Wogen
festgehalten,
Des Himmels heit'res Antlitz nachtumgraut.
So bin auch ich bewegt von Furcht und Sorgen,
Vor euch nicht, Schwester.
Doch des Schicksals Walten
Zerreißt das Segel oft, dem wir vertraut."

5:
"Abschied von der Welt" (Fotheringhay)
Was nützt die mir noch zugemess'ne Zeit?
Mein Herz erstarb für irdisches Begehren,
Nur Leiden soll mein Schatten nicht entbehren,
Mir blieb allein die Todesfreudigkeit.
Ihr Feinde, lasst von eurem Neid:
Mein Herz ist abgewandt der Hoheit Ehren,
Des Schmerzes Übermass wird mich verzehren;
Bald geht mit mir zu Grabe Hass und Streit.
Ihr Freunde, die ihr mein gedenkt in Liebe,
Erwägt und glaubt, dass ohne Kraft und Glück
Kein gutes Werk mir zu vollenden bliebe.
So wünscht mir bess're Tage nicht zurück,
Und weil ich schwer gestrafet werd' hienieden,
Erfleht mir meinen Teil am ew'gen Frieden!"

Texte: Mary, Queen of Scots (1542-1586), traduction allemande de Gisbert von Vincke (1813-1892)

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