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Costa Concordia - Captain Schettino Funkspruch (Eng Untertitel).flv

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Uploaded by on Jan 17, 2012

Telefongespräche, die die Black Box des Schiffes mitschnitt, belasten den obersten Schiffsführer erheblich.

Zu hören ist, wie ein im Hafen der Insel Giglio diensthabender Offizier mit dem Kapitän Francesco Schettino telefoniert. "Jetzt begeben Sie sich zum Bug, Sie klettern die Rettungsleiter hoch und leiten die Evakuierung", forderte er von Schettino, den er 1.46 Uhr auf dem Handy erreichte. Da waren noch Hunderte Menschen an Bord des sich langsam zur Seite neigenden Schiffes.

Der Offizier wurde im Verlauf des Telefonats immer ungehaltener. "Was machen Sie? Geben Sie die Rettung auf?", fragte der Offizier. "Nein, nein, ich bin da, ich koordiniere die Rettung", antwortete Schettino, der von den Zeugen allerdings schon vor Mitternacht am Ufer gesehen wurde.

Das Telefonat begann um 01.46 Uhr und verlief wie folgt:

Kommandant Gregorio De Falco von der Hafenkommandantur in Livorno: "Ja, ich bin De Falco aus Livorno, spreche ich mit dem Kommandanten?"
Schettino: "Ja, guten Abend, Kommandant De Falco"
De Falco: "Sagen Sie mir bitte Ihren Namen."
Schettino: "Ich bin der Kommandant Schettino, Kommandant."
De Falco: "Schettino? Hören Sie, Schettino. Es stecken Menschen an Bord fest. Jetzt begeben Sie sich mit Ihrem Rettungsboot auf die rechte Unterseite des Schiffsbugs. Da ist eine Leiter und Sie besteigen das Schiff. Sie gehen an Bord und Sie sagen uns, wieviele Leute da sind. Ist das klar? Ich zeichne dieses Gespräch auf, Kommandant Schettino."
Schettino: "Kommandant, ich möchte Ihnen etwas sagen ...."
De Falco: "Sprechen Sie laut. Halten Sie die Hand vor das Mikro und sprechen Sie lauter, alles klar?"
Schettino: "Das Schiff hat sich gerade zur Seite gesenkt ...."
De Falco: "Verstanden. Hören Sie: Leute sind dabei, die Leiter am Bug hinabzusteigen. Sie müssen diese Leiter in die umgekehrte Richtung hoch, das Schiff besteigen und mir sagen, wieviele Menschen da sind und was an Bord los ist. Ist das klar? Sie müssen mir sagen, wieviele Kinder, Frauen und hilfsbedürftige Menschen da sind. Und sie sagen mir, wieviele Menschen aus diesen Kategorien da sind. Ist das klar? Hören Sie, Schettino, Sie haben vielleicht geschafft, sich aus dem Meer zu retten, aber das da, das wird wirklich schlecht ausgehen .... Ich werde Ihnen verdammt viele Scherereien machen. Gehen Sie an Bord, verflucht nochmal!"
Schettino: "Kommandant, ich bitte Sie."
De Falco: "Nein, ich bitte Sie. Sie gehen jetzt dorthin, Sie gehen an Bord. Sie sagen mir zu, dass Sie dabei sind, an Bord zu gehen."
Schettino: "Ich bin bereits dabei, dorthin zu gehen, ich bin da, ich gehe nirgendwo hin, ich bin da ...."
De Falco: "Was machen Sie gerade, Kommandant?"
Schettino: "Ich bin da, um die Hilfe zu koordinieren."
De Falco: "Wer koordiniert dort? Jetzt gehen Sie wieder an Bord, um die Hilfe an Bord zu koordinieren. Weigern Sie sich?
Schettino: "Nein, nein, ich weigere mich nicht."
De Falco: "Sie weigern sich, wieder an Bord zu gehen? Sagen Sie mir, aus welchem Grund Sie nicht dorthin gehen?"
Schettino: "Ich bin nicht dabei, dorthin zu gehen, weil das andere Boot (Rettungsboot, Anmerkung der Redaktion) dort festgemacht hat."
De Falco: "Sie gehen an Bord, das ist ein Befehl. Sie dürfen an nichts Anderes mehr denken. Sie haben die Evakuierung des Schiffs angeordnet. Jetzt habe ich hier das Kommando. Sie gehen zurück an Bord! Ist das klar? Haben Sie mich verstanden? Gehen Sie dorthin und rufen Sie mich sofort vom Schiff aus an. Meine Hilfe aus der Luft ist bereits da."
Schettino: "Wo ist Ihre Hilfe?"
De Falco: "Sie ist am Bug. Gehen Sie. Es gibt schon Leichen, Schettino."
Schettino: "Wieviele?"
De Falco: "Ich weiß nicht. Aber das ist sicher, ich habs gehört. Es ist Ihr Job, mir zu sagen, wieviele es sind, in Gottes Namen!"
Schettino: "Aber Sie wissen, dass es Nacht ist und man hier nichts sieht?"
De Falco: "Was wollen Sie machen, Schettino, nach Hause gehen? Es ist Nacht, also wollen Sie nach Hause gehen? Gehen Sie die Leiter am Bug hoch und sagen Sie mir, was man tun kann, wieviele Leute da sind, was Sie brauchen. Sofort!"
Schettino: "Ich bin mit dem stellvertretenden Kommandanten (im Rettungsboot, Anmerkung der Redaktion)."
De Falco: "Gehen Sie beide an Bord. Sie und Ihr Adjutant gehen jetzt an Bord, ist das klar?"
Schettino: "Und, Kommandant, ich würde gerne an Bord, aber das andere Rettungsboot hier .... Andere Rettungskräfte sind hier. Es hat angehalten und ist blockiert, ich habe andere Rettungskräfte gerufen."
De Falco: "Das sagen Sie mir schon seit einer Stunde. Jetzt gehen Sie an Bord, gehen Sie an Bord! Und Sie sagen mir jetzt gleich, wieviele Menschen da sind."
Schettino: "Jawohl, Kommandant."
De Falco: "Gehen Sie jetzt endlich!"

Nach Angaben der Hafenkommandantur hat der um kurz nach Mitternacht auf einen Felsen geflüchtete Kapitän sein Schiff auch nach diesem Telefonat nicht wieder betreten. Die Rettungsaktionen gingen bis 6 Uhr morgens weiter.

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All Comments (177)

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  • @Finalzero Wan hat jemand vom Schreien , noch dazu durchs Handy einen klaren Kopf bkommen? Mit Brüllen kann man vielleicht Soldaten an der Front wieder nach vorne treiben um sich erschießen zu lassen!

    Mit ruhig, besonnener Anrede und Worten die ihn aufzurichten, hätte man Scorpino vieleicht wieder zum "funktionieren" bringen können.

    Keine Frage, sein Verhalten war inakzeptabel. Er war überfordert und vermutlich ist er charakterlich für eine solche Aufgabe ungeeignet.

  • Schettino ist ein Mann, der einen riesigen Fehler gemacht hat und dann sich auch noch von der Verantwortung gedrückt hat. Klar ist er auch nur ein Mensch, und Menschen machen Fehler, bekommen Angst und Panik. Dennoch ist ER der Kapitän des Schiffs, es ist seine PFLICHT gewesen, dazubleiben und zu helfen/koordinieren, und nicht abzuhauen. Egal wie schwer es sein würde zu bleiben, er hat es letzlich nicht getan, und dafür MUSS man ihn kritiriseren und zur Rechenschaft ziehen!!!

  • @wackel098 Der hat auf den so eingeschrien damit der wieder einen klaren Kopf bekommt, oder soll er ihn Kekse und Milch anbieten? Er ist der Kapitän, er kennt sein Schiff wie seine Westentasche, wenn jemand auf dem Schiff bleiben sollte, dann er. Stattdessen nimmt er sich nen Taxi zu nen Hotel und spricht mit Journalisten...

  • Viva Italia !

    20-30 junge und nicht ganz aber brave Ital. ofizieren waren

    auch rechzeitig von Bord.

    Schuld daran sind naturlich allein Russiche Mädel aus Moldavien und 150 Russen an Bord -

    die haben für Rettungsbote bezaht viel Geld , wie schreibt stinkende "Bildzeitung"

    Viva Italia !

  • wo war superman als man ihn brauchte?

  • @drMerkwuerdigliebe die klofrauen sind für diese verantwortung aber nicht in der richtigen gehaltsklasse. der kapitän allerdings schon, aber offenbar zu unrecht.

  • Captain pussy

  • Ergänzung: Seit der Veröffentlichung von Qastor ist klar: Auch die Journalisten haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Die Berichte sind durchweg widersprüchlich, was den zeitlichen Ablauf betrifft. Vermutlich auch weitere Inhalte.

    Wieso wird von verantwortungsloser Verzögerung gesprochen, wenn Passagier berichten, sie wären ca 1 bis 1,5 Stunden nach der Havarie schon in den Rettungsbooten und im Hafen gewesen und die Concordia erst 1,25 Std nach der Havarie an der Küste zu liegen kam?

  • @drMerkwuerdigliebe Ja das ist wohl das Problem, vieleicht ging de Falco ja von sich und seinen Kollegen aus und war der der Auffassung, dass es in ganz Mittelitalien niemand gibt, der es hätte besser machen können! Also mal losbrüllen, damit es keiner merkt!

  • @lykan2 Im Gegensatz zu dir und einigen anderen Schwätzern hier, hat ImpressivePilot doch durchaus Argumente. User Wackel098 weist aber auch auf Merkwürdigkeiten beim zeitlichen Ablauf hin. Ausserdem habe ich gelesen, dass ein dichtes Anfahren der Küste normal bei der Linie war, und von den Eignern erwünscht weil prestigeträchtig. Offenbar tat der Kapitän was man von ihm verlangte, und ist nun allein der Sündenbock. Warum er aber das Schiff verlassen hat weiss der Henker

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